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13. Mai 2014

"Gesundheits-Oscar" für Modellvorhaben geht nach Westsachsen


Das Heinrich-Braun-Klinikum geht gemeinsam mit dem Rudolf Virchow Klinikum Glauchau neue Wege in der sektorübergreifenden Versorgung psychisch Kranker. Möglich macht dies ein neues Finanzierungsmodell, das mit den sächsischen Krankenkassen ausgehandelt wurde. Das innovative Projekt wurde am vergangenen Wochenende ausgezeichnet.

Am Freitag, 9. Mai 2014, haben sich Vertreter des Gesundheitswesens aus ganz Deutschland in Hamburg zusammengefunden, um innovative Projekte ihrer Branche mit dem dfg-Award auszuzeichnen. Der bundesweit ausgelobte Preis wird vom Branchenblatt „Dienst für Gesellschaftspolitik“ (dfg) jährlich in fünf Kategorien vergeben. Zu den Preisträgern in der Kategorie 2 „Herausragende Innovation für das Gesundheitswesen“ gehören in diesem Jahr die gesetzlichen Krankenkassen des Freistaates Sachsen, das Heinrich-Braun-Klinikum sowie das Rudolf Virchow Klinikum Glauchau. Ausgezeichnet wurde das gemeinsame Modellprojekt zur Versorgung psychisch Kranker. Modellvorhaben: Bedarfsgerechte Patientenversorgung

 

Dem Modellvorhaben wohnt die Grundidee inne, ein ganzheitliches Behandlungskonzept für psychisch Erkrankte anzubieten – und das sektorübergreifend. Der Patient steht demnach mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt und wird dort betreut, wo es für ihn und seine Angehörigen am besten ist. Mit einer bedarfsgerechten Behandlung psychisch Kranker sowie einer besseren Verzahnung von stationärer, teilstationärer und ambulanter Behandlung sollen diese Patienten stabil versorgt werden. Ein Ziel ist es, den „Drehtüreffekt“ zu verringern. Darunter versteht man die mehrmalige Aufnahme eines Patienten im Jahr. Zudem wird erwartet, dass sich die vollstationären Aufenthalte verkürzen und damit ein Krankenhaus-Bettenausbau in diesem Fachbereich vermieden wird.

 

„Um das Modellprojekt in unseren Kliniken für Erwachsenen- sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie umzusetzen, müssen Abläufe neu organisiert und die Kliniken anders aufgestellt werden. Aber wir stellen uns diesen Herausforderungen, weil wir von dem Vorhaben und dem positiven Effekt für die Patienten überzeugt sind. Die Auszeichnung ist eine wunderbare Würdigung und bestätigt uns darin, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, freut sich HBK-Geschäftsführer Rüdiger Glaß über den Erhalt des dfg-Awards.

 

Quelle: Pressemitteilung des Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH, Standort Zwickau, vom 13.05.2014