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15. Juli 2011

20 Jahre "Christoph 46" DRF-Luftrettung am HBK Zwickau


Nahezu 25.000 Mal ist der Rettungshubschrauber seit 1991 von seinem Standort HEINRICH-BRAUN-KLINIKUM abgehoben, um im Notfall schnelle Hilfe zu leisten - ein Grund zum Feiern und Rückblicken.

Am 01. August 1991 wurde der Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF), damals mit einer BO 105, am Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau stationiert. Seit zwei Jahren ist der neue Hubschrauber EC-135, weiterhin mit dem Funkrufnamen „Christoph 46“, fester Bestandteil in der Notfallversorgung von etwa 1,8 Mio. Menschen in der Region. Die DRF Luftrettung blickt nun auf ihre 20-jährige Geschichte am Standort HBK zurück und dem Anlass entsprechend gab es eine Feierstunde im August-Horch-Museum.
Eröffnet wurde der Festakt vergangenen Freitag vom Vorstand der DRF Luftrettung, Steffen Lutz, mit einem kurzen Rückblick auf das bisher Geleistete. Besonders hervorgehoben hat er das stetige Anwachsen der jährlichen Einsätze. „Von ursprünglich 900 Einsätzen pro Jahr hat sich die Zahl bis zum vergangenen Jahr auf 1584 Einsätze erhöht.“ Als Grund nannte Lutz vor allem die zunehmende Spezialisierung der Krankenhäuser und die damit entstehenden längeren Transportwege für Notfallpatienten. Mit Stand vom 13. Juli 2011 ist „Christoph 46“ seit August 1991 genau 24.816 Einsätze geflogen – voraussichtlich wird noch Ende August die Einsatzzahl die 25.000er Marke überschreiten.

Zum Team der Luftrettung gehören in Zwickau drei Piloten, fünf Rettungssanitäter und 17 Notärzte. Gestellt werden die Notärzte überwiegend vom Heinrich-Braun-Klinikum, zusätzliche Unterstützung bieten Notärzte die in anderen Kliniken bzw. in ihrer Praxis im Raum Zwickau tätig sind. Das HBK als großes Krankenhaus der Schwerpunktversorgung war ein Grund für die Ansiedelung des Luftrettungsstandortes in Zwickau, weiß Zwickaus Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß in Ihrem Grußwort zu berichten. Zum dicht besiedelten Einsatzgebiet gehören das Vogtland und Teile des Erzgebirges – beides Regionen, die durch die weitläufigen und teilweise schwierigen Straßenverhältnisse auf schnelle Hilfe aus der Luft angewiesen sind. Bald könnte sogar eine länderübergreifende Luftrettung möglich sein – zumindest steht die Landesregierung in Gesprächen mit dem Freistaat Bayern und der Tschechischen Republik, erläutert der zuständige Regierungsdirektor des Sächsischen Staatsministeriums des Innern, Thomas Gneipelt, in seiner Ansprache.
Das die DRF Luftrettung in Zwickau auf eine erfolgreiche 20-jährige Geschichte zurückblicken kann, ist auch der kontinuierlichen Weiterentwicklung des HBK zu verdanken, betont der Ärztliche Direktor PD Dr. med. Zielmann in seinem Grußwort. Die Eröffnung der neuen Rettungsstelle 2003, die Etablierung des Traumazentrums sowie der Stroke Unit und nicht zuletzt die Fortbildungen für die Notärzte und Rettungsassistenten garantieren eine optimale Patientenversorgung im Notfall.

„In Notfallsituationen bin ich immer wieder dankbar für das freundliche, respektvolle und kompetente Miteinander von allen Beteiligten – Polizei, Feuerwehr, Bergwacht u.a.m. – zum Wohle der Patienten, und das wünsche ich dem Team von ‚Christoph 46‘ auch für die weitere Zukunft.“, sagt Zielmann abschließend.

Quelle: Presseinformation des Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau vom 14.07.2011