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08. April 2014

35 Jahre Schrittmacher-Implantationen im Klinikum Görlitz


1979 setzten Ärzte erstmals im Görlitzer Klinikum einem Patienten einen Herzschrittmacher ein. Mehr als 6.000 dieser kleinen, lebensrettenden Geräte wurden seither implantiert.

Die Kardiologen des Görlitzer Klinikums feiern in diesem Jahr ein Jubiläum: Vor 35 Jahren wurde der erste Herzschrittmacher hier eingesetzt. Es war ein „Ein-Kammer-Schrittmacher“ – das einfachste Modell, das die Herzkammern zum Pumpen anregt. Schon Mitte der 80er Jahre, also kurze Zeit später, wurden in Görlitz bereits mehr Schrittmacher implantiert als an manchen Universitätskliniken. Es folgten weitere Systeme wie der Zwei- und Drei-Kammer-Herzschrittmacher  (1986 bzw. 2003). Bis heute wurden seither etwa 6.200 Schrittmacher eingesetzt.

„Heute steht uns für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen ein erhebliches Spektrum an Schrittmachern und Defibrillatoren-Systemen zur Verfügung“, sagt Dr. Wolfgang Wilke, Chefarzt der Medizinischen Klinik. Bei vielen neuen Geräten waren die Görlitzer, insbesondere Oberärztin Dr. Christine Karbaum, die ersten in der Region, die sie einsetzten. 2006 implantierte Frau Dr. Karbaum erstmals in Ostsachsen einen Defibrillator mit einem innovativen Frühwarnsystem, der eine kabellose Nachsorge ermöglichte. 2012 war sie die Erste, die ein neues Verfahren zur Therapie von Herzinsuffizienz anwendete – die Kardiale Kontraktionsmodulation (CCM). Im November 2013 setzte sie einem Patienten in Görlitz erstmals einen subkutanen Defibrillator „unter die Haut“, der keine Kabel zum Herzen benötigt.

Die Görlitzer Schrittmacher-Medizin steht gleichsam für Erfahrung und Innovation. In diesem Sinne feiern die Ärzte das 35. Jubiläum auch mit einer  fachlichen Fortbildungsveranstaltung am 9.4. im Klinikum, organisiert vom Verein Medizinische  Kongresse – Euroregion Neiße e.V.

Quelle: Pressemitteilung des Städtischen Klinikum Görlitz gGmbH vom 08.04.2014