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26. April 2012

Ärzte am Görlitzer Klinikum wenden neues Verfahren zur Behandlung von Herzschwäche an


Bei der Kardialen Kontraktionsmodulation (CCM) wird die Pumpkraft des Herzen dauerhaft erhöht.

Erstmals in Ostsachsen haben Ärzte im Görlitzer Klinikum ein innovatives Verfahren zur Therapie von Herzschwäche (Herzinsuffizienz) angewendet. Bei der Kardialen Kontraktionsmodulation (CCM) wird dem Patienten ein kleines Gerät unterhalb des Schlüsselbeins implantiert. Es gibt über drei Schrittmachersonden spezielle Signale an das Herz. Auf diese Weise wird die Pumpkraft des Herzens dauerhaft erhöht.

Besonders Patienten mit schwerer Herzinsuffizenz, deren Symptome mit Hilfe von Medikamenten nicht gelindert werden können, profitieren vom CCM: Luftnot, Abgeschlagenheit und Kraftlosigkeit werden zum Teil in erstaunlichem Maße gemildert. So berichten Patienten, die zuvor kaum aus dem Bett aufstehen konnten, dass sie mit CCM wieder lange Strecken wandern können. 

„Anders als beim Schrittmacher oder Defibrillator hat das CCM-System keinen Einfluss auf die Herzfrequenz, es löst auch keine Herzaktionen aus“, sagt Dr. Christine Karbaum, die das System im Klinikum implantiert. Die Abgabe der Impulse an das Herz erfolgt in der Regel unbemerkt vom Patienten. Das CCM-System muss regelmäßig aufgeladen werden, dazu wird ein spezielles Ladegerät auf die Haut gelegt. Die Kardiale Kontraktionsmodulation ist derzeit die einzige technologische Alternative zur medikamentösen Behandlung.

Quelle: Pressemitteilung Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH vom 24.04.2012