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16. Oktober 2014

Am Uniklinikum Dresden entsteht eine Portalklinik für Krebspatienten


Neubau entsteht dank maßgeblicher Förderung der Deutschen Krebshilfe / Krankenversorgung, Forschung und Aministration im "Mildred-Scheel-Campus" gebündelt

Mit der Grundsteinlegung des Portalgebäudes für das Universitäts KrebsCentrum (UCC) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden fällt am heutigen Donnerstag (16. Oktober 2014) der offizielle Startschuss für dieses Bauprojekt. Das dreigeschossige Haus entsteht dank der maßgeblichen Unterstützung durch die Deutsche Krebshilfe. Die neue Portalklinik ist künftig für alle Krebspatienten zentrale Anlaufstation vor einer stationären Aufnahme. Damit entsteht eine Infrastruktur, die die Lotsenfunktion des UCC stärkt, in dem sie auch räumlich für einen optimalen Ablauf der interdisziplinären Diagnostik, Therapie und Nachsorgeablauf sorgt. Denn nur durch ein zwischen den Fachdisziplinen genau abgestimmtes Vorgehen lässt sich das bestmögliche Behandlungsergebnis erzielen. Das neue Domizil vereint Untersuchungs-, Therapie- und Beratungsräume sowie weitere im UCC angesiedelte Einrichtungen. Das sind vor allem der Krebsinformationsdienst, die Tumorepidemiologie sowie das Zentrum für Klinische Studien. Damit repräsentiert der Neubau die wesentlichen Elemente des von der Deutschen Krebshilfe als „Onkologisches Spitzenzentrum“ ausgezeichneten Universitäts KrebsCentrums. Er ist ein wichtiger Bestandteil des in den vergangenen Jahren gewachsenen „Mildred-Scheel-Campus“ am Dresdner Uniklinikum.

Um die Krebspatienten an einem zentralen, gut zugänglichen Ort untersuchen und behandeln zu können, entschied sich der Vorstand des Universitätsklinikums für einen ansprechenden, barrierefreien Neubau. So ist im Erdgeschoss die interdisziplinäre Ambulanz des Universitäts KrebsCentrums untergebracht, in der spezialisierte Ärzte der verschiedenen Fachrichtungen sowie Psycho­onkologen Tür an Tür zusammenarbeiten. In den beiden oberen Geschossen zieht die UCC-Tagesklinik mit Untersuchungs- und Behandlungsräumen ein.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Portalgebäude einen Schlussstrich unter eine gut zehn Jahre andauernde Abfolge provisorischer Domizile des UCC ziehen können. Ohne die konstruktive Unterstützung der Deutschen Krebshilfe wäre das nicht möglich gewesen. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums. Mit dem Bau des derzeit sanierten Hauses 66 – hier werden erwachsene Krebspatienten behandelt – sowie des benachbarten Hauses 65, dem Domizil der Kinderonkologischen Station, hat die Deutsche Krebshilfe in den vergangenen 20 Jahren wesentlich zum Aufbau einer baulichen Infrastruktur zur stationären Versorgung von Krebspatienten beigetragen.

Der rund sieben Millionen Euro teure Neubau entsteht vor Haus 31, das bis zum Sommer dieses Jahres vom OncoRay-Zentrum genutzt wurde. Das Portalgebäude wird direkt mit dem sanierten Altbau verbunden, der dank der im Verbindungsbau untergebrachten Fahrstühle künftig ebenfalls barrierefrei erschlossen ist. Der gläserne Übergang zwischen den Häusern ist ein Symbol für das seit Gründung des UCC gelebte enge Zusammenwirken von Krankenversorgung und Forschung: Während im Neubau Patienten untersucht beziehungsweise behandelt und in einem Konferenzraum täglich interdisziplinäre Tumorboards stattfinden werden, sind im angrenzenden Altbau die Büros des Krebsinformationsdienstes, der Mildred-Scheel-Akademie, des Tumorzentrums, der Tumorepi­demiologie, des Zentrums für Klinische Studien, des Präventionszentrums sowie die UCC-Verwaltung untergebracht. Zusammen mit den Häusern 65 und 66 – dort werden vor allem Patienten mit Krebserkrankungen des blutbildenden Systems behandelt –, der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie sowie dem in diesem Jahr eröffneten OncoRay-Forschungsgebäude mit der Protonentherapieanlage konnte in den vergangenen Jahren der „Mildred-Scheel-Campus“ auf dem Klinikumsgelände rasant weiter ausgebaut werden. Dieser Campus steht für einen Komplex von Einrichtungen, die Krebserkrankungen auf höchstem medizinisch-wissenschaftlichen Niveau versorgen und erforschen.

Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden vom 16.10.2014