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08. Mai 2014

Aufbau der Palliativmedizin im Lausitzer Seenland Klinikum


Seit dem 5. Mai 2014 stehen fünf Palliativbetten für Patienten

Im Lausitzer Seenland Klinikum sind seit Anfang Mai 2014 zunächst fünf Palliativbetten als eigenständiger interdisziplinärer Bereich unter der Leitung von Dipl.-Med. Michaela Stöckel, Chefärztin der Klinik für Geriatrie errichtet. Um die erforderliche Behandlungsqualität zu gewährleisten, müssen international anerkannte „Qualitätskriterien für Palliativstationen“ erfüllt werden. Konkret bedeutet dies u.a., dass die drei Ein-Bett-Zimmer sowie das Zwei-Bett-Zimmer einen „wohnlichen“ Charakter aufweisen. Sie sind mit einem Holznachtschrank, einem Ruhesessel, Stores/Übergardinen und einem Bord zur Ablage von persönlichen Bildern, Duftlampen, etc. ausgestattet. Zudem haben Angehörige und Patienten die Möglichkeit sich in einem Raum zurückzuziehen, um sich in einer persönlichen Atmosphäre auszutauschen. Chefärztin Dipl.-Med. Michaela Stöckel: „Gerade Patienten mit nicht heilbaren Erkrankungen brauchen Rückzugsorte und Platz für persönliche Dinge. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen und Wünschen unserer Patienten und ihrer Angehörigen, wobei Fürsorge und Geborgenheit eine bedeutende Rolle spielen.“ Die therapeutischen Angebote sind ebenfalls speziell auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir neben der Geriatrie, die erst seit Ende 2012 fest im Lausitzer Seenland Klinikum verankert ist, jetzt die Palliativmedizin aufbauen können. Nach Abschluss der Baumaßnahmen zum Aufbau der Akutgeriatrie und der geriatrischen Tagesklinik werden wir die Bettenanzahl insgesamt in diesem Bereich noch einmal erhöhen und sind damit für die zukünftigen Anforderungen sehr gut aufgestellt“, erklärt Andreas Grahlemann, Geschäftsführer des Lausitzer Seenland Klinikums.

Auf Palliativstationen werden Patienten nicht nur mit Tumorerkrankungen sondern auch mit anderen nicht heilbaren, fortgeschrittenen und schweren Erkrankungen, wie z.B. einer chronische Lungenerkrankungen, Herzinsuffizienz oder Demenz, sowie deren Angehörige behandelt, betreut und begleitet. Im Gegensatz zum Hospiz ist das Behandlungsziel, die jeweilige Krankheitssituation, wie z.B. Schmerzen oder Luftnot zu verbessern bzw. zu stabilisieren und den Patienten anschließend  – soweit möglich – nach Hause zu entlassen. Zudem sollen Palliativstationen als Teil eines Netzwerks zur Versorgung Schwerkranker und Sterbender fungieren. Die durchschnittliche Liegedauer auf Palliativstationen beträgt etwa zehn Tage.

Die meist kleinen Stationen (in der Regel bis zu zwölf Betten) sind gekennzeichnet durch einen ganzheitlichen, multiprofessionellen Betreuungsansatz. Neben der palliativärztlichen und -pflegerischen Betreuung durch speziell qualifiziertes Personal erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen wie Seelsorgern, Psychologen und Sozialarbeitern.

Quelle: Pressemitteilung des Lausitzer Seenland Klinikum GmbH vom 08.05.2014