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19. Juni 2013

Auszubildende gesucht - Das Lausitzer Seenland Klinikum hat noch freie Plätze


Jedes Jahr bietet die Medizinische Berufsfachschule, die zum Lausitzer Seenland Klinikum gehört, 25 Ausbildungsplätze zum bzw. zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in an. Noch gibt es freie Plätze. Denn einige Bewerberinnen und Bewerber haben sich inzwischen anders entschieden. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist in theoretische und praktische Blöcke unterteilt.

Eva Marx steckt gerade mitten in den Prüfungen. Vor drei Jahren hat die 21-Jährige am Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Bautzen ihr Abitur gemacht und danach eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in Hoyerswerda begonnen. Im Lausitzer Seenland Klinikum (LSK) hat sie die einzelnen Stationen durchlaufen, u.a. die Chirurgie, die Pulmologie und die Gynäkologie. Am liebsten war sie auf der Intensivstation.

Heute hat die 21-Jährige Frühschicht auf der Inneren Station. Ihr Dienst beginnt dann um sechs Uhr morgens. Bis sie Feierabend hat, wird sie vielen verschiedenen Menschen begegnen und zahlreiche Aufgaben erledigen: Betten machen, Medikamente verteilen, Laborwerte zusammenstellen, Puls, Blutdruck oder Temperatur messen, bei Untersuchungen assistieren und die Pflegemaßnahmen dokumentieren, die sie durchgeführt hat. Wenn sie um 14.00 Uhr ihren hellblauen Kittel auszieht und sich auf den Heimweg macht, geht sie mit einem Lächeln nach Hause. „Die Ausbildung macht  mir großen Spaß, weil ich Menschen helfe, gesund zu werden. Der Umgang mit ihnen gibt mir auch das Gefühl, etwas geleistet zu haben“. Es wird ihr allerdings auch viel abverlangt, nicht nur umfangreiches medizinisches Wissen. Die Arbeit im Krankenhaus fordert sie physisch und psychisch.

„Am Anfang hatte ich Bedenken, ob ich dem überhaupt gewachsen bin“, sagt sie rückblickend. Eva Marx ist nah am Leben dran, manchmal auch am Tod. Ihre Schulfreunde fragen sie immer wieder, wie sie das ertragen könne. Es sind kleine persönliche Erlebnisse, die ihr Kraft und Mut geben, auch mit schwierigen Situationen umzugehen. Der Händedruck einer todkranken Frau oder die Freude älterer Patientinnen und Patienten, sich mit einer so jungen Frau unterhalten zu können. „Manche hören gar nicht auf, zu fragen“, lacht Eva Marx. Man müsse in dem Beruf ein feines Gespür für die Bedürfnisse der Menschen haben.

Die Berufswahl hat sie bisher nicht bereut, obwohl sie lange Zeit etwas ganz anderes machen wollte. Während ihrer Schulzeit hat sie eine Theatergruppe geleitet und im Deutsch-Sorbischen Volkstheater gespielt. Die Bühne war ihr großer Traum. Doch ihre Mutter, die in einem Callcenter arbeitet und ihr Vater, der Zusteller bei einem Paketdienst ist, rieten ihr ab, weil der Schauspielberuf zu wenig finanzielle Sicherheit biete. Eva Marx ging zum Arbeitsamt und ließ sich beraten. Sie wollte vor allem mit Menschen zu tun haben. Während eines Praktikums in einem Altenheim in Bischofswerda entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Pflegeberuf. Sie schrieb Bewerbungen und bekam einen Ausbildungsplatz in Hoyerswerda. Das bedeutete jedoch, von Eltern und Freunden getrennt zu sein. Das LSK unterstützte sie dabei, eine Bleibe zu finden. „Am Anfang war es natürlich schwierig, in einer fremden Stadt, ohne Freunde.“ Außerdem hatte sie sich die Ausbildung leichter vorgestellt. Inzwischen fühlt sich Eva Marx pudelwohl in Hoyerswerda und ist sich sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Nun hofft sie, die Prüfungen gut zu bestehen und einen Anstellungsvertrag zu bekommen. Später möchte sie sich weiterqualifizieren und Praxisanleiterin werden. 

Das Lausitzer Seenland Klinikum gibt für diejenigen eine Einstellungsgarantie, die ihr Examen mit mindestens der Note 2,5 abschließen. Außerdem bekommen sie eine Prämie von 500 Euro. Bei einer Durchschnittsnote bis 1,5 werden sogar tausend Euro bezahlt. Die Ausbildung zum bzw. zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in ist sehr anspruchsvoll. Ein guter Realschulabschluss oder Abitur sind Voraussetzung. Aber auch soziale Kompetenzen und mathematisches Verständnis sollten die Bewerberinnen und Bewerber mitbringen. Nähere Informationen finden Interesssenten auf der Internetseite des Klinikums unter www.seenlandklinikum.de

Quelle: Pressemitteilung des Lausitzer Seenland Klinikum GmbH vom 18.06.2013