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03. Dezember 2013

Bronzeplastik "Eid des Hippokrates" ringt wieder um Aufmerksamkeit


Kunstwerk nach Sanierungsarbeiten wieder an Außenfassade befestigt

Seit heute ist die unter Denkmalschutz stehende Bronzeplastik „Eid des Hippokrates“ frisch gereinigt wieder am Giebel des Ärztehauses befestigt. Ursprünglich wurde die in der Bevölkerung auch als „Ringer“ bekannte Plastik 1968 zur Klinikeröffnung an der Fassade angebracht. Sanierungsarbeiten am Ärztehaus haben die zeitweise Abhängung im Juni 2013 notwendig gemacht. Die Firma Metallbau Hermann aus Hoyerswerda hat eine im Boden verankerte Stahlkonstruktion hergestellt, die das Gewicht der Skulptur zukünftig trägt. Nach der Fertigstellung der Vollwärmeisolierung hätte die bisherige Aufhängung die 700kg schwere Bronzeplastik langfristig nicht mehr tragen können. Andreas Grahlemann, Geschäftsführer des Lausitzer Seenland Klinikums erklärt: „Mit der Vollendung der Wärmeisolierung am Ärztehaus und der Aufhängung der Plastik ist ein weiterer Schritt der komplexen Umbaumaßnahmen am Lausitzer Seenland Klinikum abgeschlossen. Im Jahr 2014 wird als wichtiger Meilenstein die neue geriatrische Klinik bezugsfertig sein. Nach jahrelangen Renovierungs-, Sanierungs- und Neubaumaßnahmen, Umzügen und Umstrukturierungen hat sich das Lausitzer Seenland Klinikum zu einem modernen, leistungsfähigen und qualitativ hochwertig ausgestatteten Klinikum entwickelt, worauf wir sehr stolz sind.“

Die Bronzeplastik stammt vom Bildhauer und Medailleur Wilfried Fitzenreiter, der vor fünf Jahren verstarb. Der Künstler war Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin und wurde u.a. mit dem Käthe-Kollwitz-Preis und dem Nationalpreis ausgezeichnet. Zu seinen Werken gehören neben Figuren und Figurengruppen in allen Größen auch Porträts, Reliefs, Zeichnungen und Druckgrafiken. Sein Leitthema war die menschliche Gestalt, meist in Form eines Aktes – so wie bei der Bronzeplastik „Eid des Hippokrates“ am Klinikum.

Der um 460 v. Chr. geborene griechische Arzt Hippokrates gilt als Begründer der modernen Medizin. Die ersten Zeilen des so genannten hippokratischen Eides werden als Grundlage ärztlicher Ethik angesehen. Ob der Schwur tatsächlich aus der Feder von Hippokrates stammt, ist jedoch ungewiss. Der Eid verbietet Ärzten, Abtreibungen vorzunehmen, Sterbehilfe zu leisten und chirurgische Eingriffe vorzunehmen. Weiterhin gelobten Ärzte mit der Schwurformel, dass Sie alles Gehörte und Gesehene geheim halten (Schweigepflicht). In der heutigen Zeit ist dieser Eid durch das Ärztegelöbnis abgelöst worden.

Quelle: Pressemitteilung des Lausitzer Seenland Klinikum GmbH vom 03.12.2013