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24. März 2014

Bundesweites Engagement für seelisch gesunde Babys und Kleinkinder


Chefarzt Dr. med. Edelhard Thoms übernimmt Deutschland-Vorsitz der Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit (GAIMH)

Seit vielen Jahren ist Dr. med. Edelhard Thoms ein Vorreiter bei der Erkennung und Behandlung von Beziehungsstörungen zwischen jungen Eltern und ihren Kindern im Alter von null bis drei Jahren. Soeben wurde der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Park-Krankenhaus Leipzig zum Vorsitzenden für Deutschland der Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit (GAIMH) ernannt. Er tritt die Nachfolge von PD Dr. med. Karl-Heinz Brisch an, der dieses Amt seit 2006 innehatte.

Die GAIMH – die Abkürzung steht für „German-Speaking Association for Infant Mental Health“ – setzt sich zum Ziel, die seelische Gesundheit in der frühen Kindheit zu fördern und mögliche Fehlentwicklungen zu vermeiden bzw. so früh wie möglich zu erkennen. Aspekte wie eine praxisbezogene Frühentwicklungsforschung, interdisziplinäre Aus- und Weiterbildung sowie umfassende Beratung und Aufklärung stehen dabei im besonderen Fokus der Gremienarbeit. Ein weiteres zentrales Thema ist die Qualitätssicherung in Kindertagesstätten und dabei insbesondere in Kinderkrippen. Als Tochtergesellschaft der WAIMH (World Association for Infant Mental Health) ist die GAIMH in Deutschland, Österreich und in der Schweiz aktiv.

Dr. med. Edelhard Thoms: „Ich habe diese verantwortungsvolle Aufgabe sehr gern übernommen, weil ich von dem Konzept der Fachgesellschaft vollauf überzeugt bin und es seit Jahren mittrage. In der GAIMH wirken neben Ärzten und Therapeuten auch Fachpersonen mit anderem beruflichen Hintergrund wie Erzieherinnen und Hebammen gleichberechtigt mit. Dieser fachübergreifende Ansatz ist für mich der Schlüssel für echte, weil praxistaugliche Hilfsangebote bei frühen Interaktionsstörungen.“

Ambulante, tagesklinische und stationäre Hilfen bei frühen Interaktionsstörungen

Frühe Interaktionsstörungen im Alter von null bis drei Jahren können sich auf unterschiedliche Weise äußern – z. B. in Form von Ein- und Durchschlafstörungen, Ess- und Fütterstörungen oder Schreiproblemen bzw. verstärkten Trotzphasen. Nicht selten benötigen insbesondere die verunsicherten, erschöpften und/oder psychisch kranken Eltern eine fachlich kompetente Hilfestellung. Unter Leitung von Chefarzt Dr. Thoms wurden im Leipziger Park-Krankenhaus sowohl stationäre als auch ambulante Behandlungsangebote geschaffen. So ist seit September 2012 auch ein „Kompetenzzentrum Frühe Interaktionsstörungen“ (FIS) aktiv, das hilfesuchende Eltern dabei unterstützt, die Symptome ihrer Kinder besser zu verstehen und zu lernen, wie diese mit ihrem eigenen Befinden und Verhalten zusammenhängen. Mit seiner ambulanten und tagesklinischen Ausrichtung hat es sich seitdem zu einer wichtigen Anlaufstelle im Leipziger Raum entwickelt.

Pressemitteilung des Park-Krankenhaus Leipzig vom 24.03.2014