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24. August 2011

Darmkrebs- und Pankreaskarzinomzentrum am Diakonissenkrankenhaus Dresden zertifiziert


Deutsche Krebsgesellschaft zeichnet das Darmkrebs- und Pankreaskarzinomzentrum als erstes Zentrum in Mitteldeutschland aus

Das Darmkrebs- und Pankreaskarzinomzentrum am Diakonissenkrankenhaus Dresden erfüllt bei der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Darmes1 und der Bauchspeicheldrüse die Anforderungen und Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft2. Dieses Ergebnis erbrachte ihre Prüfung des in diesem Jahr neu gegründeten Zentrums. Zu den Kriterien für die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft gehören u. a. eine Infrastruktur, die eine optimale Behandlung der komplexen Krankheitsbilder ermöglicht, fachübergreifende Therapieempfehlungen und erfolgreich therapierte Patienten. Das spezialisierte Zentrum, in dem Tumore von Darm und Bauchspeicheldrüse behandelt werden, ist in dieser Kombination das erste in Mitteldeutschland.
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Die Experten der Deutschen Krebsgesellschaft, die zwei Tage lang bei uns im Haus die Bedingungen geprüft haben, lobten außerdem den Einsatz aller beteiligten Mitarbeiter und die menschliche Wärme und Herzlichkeit des Pflegepersonals auf den Stationen“, sagt der Leiter des Zentrums, Chefarzt Dr. Thorsten Jacobi, „Unsere Pflegefachkräfte leisten eine gute fachliche Betreuung, viele von ihnen weisen zudem Zusatzqualifikationen in der Palliativpflege auf.“

Nachweisliche Ergebnisqualität

Die Voraussetzungen für die Auszeichnung sind im Diakonissenkrankenhaus bereits im Jahr 2004 mit der Einrichtung des Bauchzentrums geschaffen worden. Im Bauchzentrum arbeiten fachübergreifend Gastroenterologen und Viszeralchirurgen in der Behandlung von Patienten mit Erkrankungen des Verdauungstraktes zusammen. Entscheidend sind hierbei die interdisziplinäre Betrachtung jedes einzelnen Patienten und entsprechende individuelle Therapieentscheidungen.
Jährlich wird die für eine Zertifizierung erforderliche Anzahl an Patienten mit Darm- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs behandelt. „Die Gründung des Darmkrebs- und Pankreaskarzinomzentrums war daher eine logische Konsequenz“, so Chefarzt Jacobi. Netzwerk von ambulanter und stationärer Behandlung Im Darmkrebs- und Pankreaskarzinomzentrum bilden Experten aus Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Strahlentherapie, Onkologie, Pathologie und Radiologie ein medizinisches Netzwerk und stimmen sich in wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen ab. Zeitnah werden die Befunde der Patienten ausgewertet und Therapieempfehlungen ausgesprochen. Die dem Zentrum angeschlossenen Praxen und Dienste aus den Bereichen Psychoonkologie, Sozialdienst, Stoma-Therapie, Ernährungsberatung, Physiotherapie, Musiktherapie, Genetik, Schmerztherapie und Selbsthilfegruppen werden in die Therapieentscheidungen eingebunden, denn sie spielen in
der Vor- und Nachsorge eine entscheidende Rolle

1 Darmkrebs ist in Deutschland bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung, an der mehr als sechs Prozent aller Deutschen im Laufe ihres Lebens erkranken. Das Pankreaskarzinom ist der dritthäufigste Tumor des Verdauungstraktes. Unter den Krebserkrankungen in Deutschland steht das Pankreaskarzinom mit etwa 3% an der 12. Stelle. Unter den Krebstodesfällen belegt es wegen seiner hohen Sterblichkeit in Europa je nach Land sogar den Platz 5 bis 7.
2 Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) ist die größte wissenschaftlich-onkologische Fachgesellschaft in Deutschland mit Sitz in Berlin. Ihre Mitglieder sind im Bereich der Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen tätig. Sie setzt sich dafür ein, durch Prävention die Zahl der Menschen zu senken, die an Krebs
erkranken; durch Früherkennung die Überlebenschancen von Tumorpatienten zu erhöhen und durch Fortschritte in der Forschung die Lebensqualität von Menschen mit Krebs zu verbessern. Die Erarbeitung verbindlicher Standards zur Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen gehören ebenso dazu wie Projekte zur Therapieoptimierung in der Versorgung Krebskranker sowie Qualitätssicherung im Bereich klinische Studien.

Quelle: Presseinformation des Diakonissenkrankenhauses Dresden vom 22.08.2011