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19. Juni 2013

Der Name am Handgelenk


Patientensicherheit: Malteser Krankenhaus St. Johannes hat für alle Patienten das Identifikationsarmband eingeführt.

Das Malteser Krankenhaus St. Johannes hat seinen Patientenservice weiter ausgebaut: Ab jetzt erhalten alle stationären Patienten des Hauses ein Identifikationsarmband – nicht nur bei operativen Eingriffen. Die Erfahrungen mit den Armbändern waren in der Chirurgie so gut, dass das Bändchen jetzt auch in der Inneren Medizin und der Gynäkologie verwendet wird.

„Wir haben bei verschiedenen Patientengruppen das Armband ausprobiert. Die gesteigerte Sicherheit für Patienten und die gute Handhabung haben uns überzeugt“, erklärt Beate Mögel. Das Patientenarmband wird jetzt bei allen stationären Patienten angewendet. Es führt Name, Geburtsdatum und Patientenummer auf. „Das Armband erleichtert die Arbeitsabläufe und schließt Verwechslungen oder Fehler zuverlässig aus“, so Frau Mögel. Durch einen aufgedruckten Barcode ist der Patient sogar für medizinische Geräte, wie zum Beispiel ein Blutzucker-Messgerät, erkennbar: Bei der Untersuchung wird der Code eingescannt – ähnlich wie ein Ticket in Freizeiteinrichtungen oder Hotels. Name und Untersuchungsdaten werden direkt miteinander verknüpft. „Das ist deutlich praktischer und sicherer als die Verwendung von Aufklebern oder handschriftliche Eintragungen“, führt die Pflegedirektorin aus.
Das Armband gibt Sicherheit – vor allem für Patienten, die sich nicht mitteilen können – und genügt auch selbst Sicherheitsbestimmungen: Es ist hautfreundlich, unempfindlich gegen Wasser oder Desinfektionsmittel, haltbar und so dezent, dass es kaum auffällt. Es kann leicht in den Ärmel geschoben werden, damit kein Unberechtigter den Namen lesen kann.

Gleich in der Patientenaufnahme oder auch in der Notfallambulanz erhält der Patient das Armband. Hier wird auch das Einverständnis des Patienten erfragt, da strenge Datenschutz-Vorschriften eingehalten werden müssen. Die Entscheidung, kein Patientenarmband tragen zu wollen, ist auch möglich.
Bei der Entlassung wird es wieder entfernt. Damit es nicht verloren geht, sorgt ein Spezialverschluss für festen Halt. „Trotzdem ist eine Verletzung, etwa durch Hängenbleiben, unwahrscheinlich. Ab einer Maximalbelastung gibt das Schloss nach und der Verschluss öffnet sich“, sagt Beate Mögel zur Konstruktion des Armbands.
In den letzten Jahren hat eine ganze Reihe von Kliniken in Deutschland ein Patientenarmband erfolgreich zur Steigerung der Patientensicherheit eingeführt. Auch die Universitätsklinik Dresden nutzt seit 2005 Patientenarmbänder.

Quelle: Presseinformation der Malteser Betriebsträgergesellschaft Sachsen gGmbH vom 18.06.2013