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18. November 2012

Diakonissenkrankenhaus Dresden eröffnet neue Notaufnahme


Nach mehrjähriger Planung und achtmonatiger Bauphase ist eines der wichtigsten Bauvorhaben der Diakonissenanstalt Dresden fertiggestellt.

Am 19. November 2012 geht die neue interdisziplinäre Notaufnahme am Diakonissenkrankenhaus in Betrieb. Die medizinische Notfallversorgung der Patienten erfolgt in einem modernen Neubau, der an das denkmalgeschützte Gebäude des Krankenhauses angeschlossen ist und sich neben dem Eingang zur alten Notaufnahme befindet. Jährlich erhalten rund 12.000 Notfallpatienten eine medizinische Erstversorgung im Diakonissenkrankenhaus. Die Diakonissenanstalt als Trägerin des Krankenhauses hat das Projekt mit einem Bauvolumen in Höhe von rund 3,6 Mio. EUR ohne Fördermittel finanziert.

Großzügige und freundliche Gestaltung

Die Patienten in der Notaufnahme erwartet am Eingang ein großzügig gestalteter und freundlicher Empfangsbereich. Große Glasfronten geben den Blick zur Prießnitz und Elbe frei. Die Innenausstattung mit sandsteinfarbenen und dunkelbraunen Steinfliesen und modernen Wartezimmermöbeln sowie die ausgestellten restaurierten Kirchenglasfenster von Paul Sinkwitz erzeugen eine freundliche und beruhigende Atmosphäre. Die fünf Behandlungszimmer und der Reanimationsraum sind mit modernen medizintechnischen Geräten ausgestattet.

Zentrale Koordination und damit kürzere Wartezeiten

Aufgrund der großzügigen räumlichen Verhältnisse in der neuen Notaufnahme kann die Versorgung der Patienten zentral koordiniert werden. Dafür wurde das Personal aufgestockt, sodass dadurch zukünftig schnellere Abläufe und kürzere Wartezeiten ermöglicht werden. Nachdem eine administrative Fachkraft die Patientendaten aufgenommen hat, nimmt die pflegerische Koordinatorin bei den Patienten eine medizinische Soforteinschätzung vor und legt die Behandlungsdringlichkeit fest. Die Einschätzung erfolgt nach einem bestimmten medizinischen Verfahren, dem so genannten Manchester-Triage-System. Bei diesem Verfahren geht es darum, möglichst schnell, aber dennoch sicher und nachvollziehbar die Behandlungsfolge akuter Notfälle festzulegen. Elektronisch wird dokumentiert, welche Diagnose gestellt wird, was für Untersuchungen stattfinden, wo sich der Patient gerade befindet und wie lange er wartet. Die pflegerische Koordinatorin überwacht die Abläufe und greift bei Bedarf ein. Ziel ist es, alle eintreffenden Patienten je nach Schweregrad ihrer Verletzung oder Erkrankung innerhalb einer bestimmten Zeit zu behandeln.

Medizinische Expertise der Fachkliniken verfügbar

Zwei Behandlungsteams, die jeweils aus einer Pflegekraft und einem Internisten bzw. Chirurgen bestehen, sind tagsüber dienstbereit. Darüber hinaus stehen im Krankenhaus für die Diagnostik die Radiologische Praxis und in der Funktionsdiagnostik der Inneren Medizin die Sonographie und Endoskopie sowie das hauseigene Labor zur Verfügung. Andere Fachrichtungen aus dem Haus wie Gynäkologie und Urologie stehen für die entsprechenden Notfälle ebenfalls direkt zur Verfügung oder können bei Bedarf beratend hinzugezogen werden.

Ambulanter Sprechstundenbereich wird modernisiert

Unmittelbar nach der Eröffnung der neuen Notaufnahme beginnt der zweite Bauabschnitt. Im Altbau werden die Räumlichkeiten der alten Notaufnahme und der bestehende Sprechstundenbereich schrittweise zu weiteren Wartebereichen und Behandlungszimmern für ambulante Sprechstunden umgebaut. Für die Modernisierung sind 17 Wochen veranschlagt. Die Fertigstellung des Altbaus soll im nächsten Frühjahr erfolgen. „2013, wenn das Diakonissenkrankenhaus sein 120jähriges Jubiläum feiert, werden wir die neue Notfallambulanz und den ambulanten Sprechstundenbereich der Öffentlichkeit vorstellen“, kündigt  Verwaltungsdirektor Dr. Matthias Schröter an.

Quelle: Presseinformation der Diakonissenanstalt Dresden vom 16.11.2012