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09. Juli 2012

Diakonissenkrankenhaus Leipzig: Pfarrer Hans-Christoph Runne geht in den Ruhestand


Großer Bahnhof am 12. Juli 2012 im Leipziger Diakonissenkrankenhaus in der Georg-Schwarz-Straße 49. Anlass ist die Verabschiedung von Pfarrer Hans-Christoph Runne in den Ruhestand. "Pfarrer Runne empfand das Krankenhaus als sein Anliegen, er hat die Hand darüber gehalten", sagt Chefarzt Dr. med. Ulrich Socha, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses, über seinen scheidenden Direktoriumskollegen.

Seit  Jahresbeginn 1993  wirkt  Pfarrer  Runne  als  Rektor  am  Evangelisch-Lutherischen  Diakonissenhaus  Leipzig  e.V.;  seit  1995  ist  er  zugleich Theologischer Geschäftsführer des hiesigen Diakonissenkrankenhauses.

Die  Verabschiedung  aus  dem  kirchlichen  Dienst  wird  Sachsens Landesbischof Jochen Bohl persönlich vornehmen. Der Gottesdienst in der Mutterhauskapelle beginnt am 12. Juli 2012, um 11 Uhr.

Die Nähe zu dem traditionsreichen Krankenhaus in evangelischer Trägerschaft wird Hans-Christoph  Runne  fast  schon  mit  in  die  Wiege  gelegt.  Hans-Christoph  Runne wird am 18. Juli 1947 in Dresden als drittes von vier Geschwistern geboren. Sein  Vater  ist  der  Chirurg  Hans-Jürgen  Runne.  Obermedizinalrat  Dr.  med.  Hans-Jürgen Runne wird zwischen 1951 und 1978 als Ärztlicher Direktor die Geschicke des Diakonissenkrankenhauses Leipzig gemeinsam mit anderen entscheidend prägen und hier als Chirurg praktizieren. So zieht Familie Runne 1952 nach Leutzsch.

Hans-Christoph  Runne  wächst  im  Leipziger  Westen  auf  und  legt  an  der Thomasoberschule  sein  Abitur  ab.  Es  folgen  fünf  Studienjahre  am  Theologischen Seminar Leipzig und ein anschließendes Lehrvikariat in Schleußig im Südwesten der Messestadt. Ein Abstecher nach Dresden – Loschwitz anlässlich des kathechetischen Praktikums bleibt  überschaubar  lang.  Sein  Zweites  Theologisches  Examen  legt  Hans-Christoph Runne am hiesigen Predigerseminar St. Pauli ab. Am 9. Dezember 1973 wird Hans-Christoph Runne zum Pfarrer ordiniert.

Als Gemeindepfarrer wirkt Pfarrer Runne zwischen 1973 und 1992 in Rückmarsdorf. Der Ort wird zum Lebensmittelpunkt der Familie Runne. Rückmarsdorf liegt damals noch vor den Toren Leipzigs, ist aber von Leutzsch nicht weit entfernt. In  bewegter  Zeit  vertritt  Hans-Christoph  Runne  zwischen  1979  und  1981  den Jugendpfarrer  Leipzigs.  Ein  Jahrzehnt  später,  1989  und  1990,  gibt  Pfarrer  Runne kirchlichen Unterricht bei den Thomanern. 

Unter dem Dach der Diakonie absolviert Pfarrer Runne eine Managementausbildung. Am 1. Januar 1993 kehrt er als Rektor des Ev.-Luth. Diakonissenhaus Leipzig e.V. an die Einrichtung zurück, an der sein Vater Ärztlicher Direktor war. Ab 1995 übernimmt Pfarrer  Runne  zusätzlich  die  Aufgaben  als  Geschäftsführer  des
Diakonissenkrankenhauses.

„Das  Theologische  war  ihm  Berufung“,  sagt  Chefarzt  Dr.  med.  Ulrich  Socha  über Pfarrer Runne und hebt dabei insbesondere die hohe Zuwendung für die Diakonissen hervor, die ihn auszeichnet.

Als  Mediziner,  und  eben  auch  als  Chirurg,  lobt  Socha  an  Pfarrer  Runne  darüber hinaus die „große Offenheit für die Medizin“. An nahezu keinem der Fachsymposien des Krankenhauses habe der Theologische Geschäftsführer gefehlt. Wenn es am 15. September 2012 ein Symposium anlässlich des 100. Geburtstages von OMR Dr. med. Hans-Jürgen  Runne  geben  werde,  werde  er  auch  auf  dessen  Sohn  Hans-Christoph und seine Bedeutung für das Haus verweisen, hat sich Dr. Socha fest vorgenommen. Schließlich habe sich die Arbeit des Theologischen Geschäftsführers auf einen hohen Respekt  gestützt,  den  der  Mensch  Hans-Christoph  Runne  bei  den  Mitarbeitenden genießt. 

„Die Amtszeit von Pfarrer Runne als Theologischer Geschäftsführer ist insbesondere mit  dem  vollständigen  Neubau  eines  traditionsreichen  Krankenhauses  verbunden. Zwischen 1995 und 2007 wurde das Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig vollständig neu gebaut und weist zum heutigen Zeitpunkt einen hohen medizinischen Standard auf.  Dabei  liegt  ihm  der  einzelne  Mensch  mit  seinen  Stärken  und Entwicklungsmöglichkeiten  sehr  am  Herzen“,  berichtet  Christoph  Möllering,  sein Kollege in der Geschäftsführung.  „Pfarrer Runne hat die Anliegen der Medizin wohlwollend begleitet“, unterstreicht Dr. Socha. „Er hat vermittelt in Konflikten“, so der Ärztliche Direktor weiter, „er hat aus der Warte des Theologen eine Schlichterfunktion eingenommen, nicht kommandiert.“ 

Quelle: Medieninformation des Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig gemeinnützige GmbH vom 06.07.2012