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21. August 2014

DKG zu AQUA-Qualitätsreport 2013


Krankenhäuser weiter auf Qualitätskurs

"Qualität ist eine Kernkompetenz der Krankenhäuser. Erneut belegt der AQUA-Report, dass in keinem anderen Bereich des Gesundheitswesens Qualität so umfassend kontrolliert und bewertet wird wie bei den Kliniken", unterstreicht Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), die Ergebnisse des Krankenhaus-Qualitätsreports für 2013.

Mehr als 3,2 Millionen Datensätze seien in 2013 von den Krankenhäusern erhoben, zentral ausgewertet und veröffentlicht worden. Davon wurden 30 wesentliche Leistungsbereiche erfasst - von der Gallenblasenentfernung über Operationen an der Halsschlagader, Herzschrittmacherimplantationen und endoprothetische Operationen bis zur Dekubitusprophylaxe. Baum: "Durch gezielte Qualitätssicherungsmaßnahmen konnte das hohe Qualitätsniveau aus dem Vorjahr in 96 Prozent der Fälle gehalten bzw. weiter verbessert werden. Dabei stieg auch die Vollzähligkeit der dokumentierten Daten weiter an auf inzwischen mehr als 99 Prozent."

Besonders hebt der DKG-Hauptgeschäftsführer die nochmaligen Verbesserungen bei der Indikationsstellung für Erstimplantationen von künstlichen Hüft- und Kniegelenken hervor. "Damit gilt die große Sorgfalt bei der Entscheidung zur Operation und die medizinische Notwendigkeit als belegt", stellt Baum fest. Der Bericht mache auch deutlich, dass bei der Knie-Endoprothetik eine Abnahme um über 6.000 Fälle gegenüber dem Vorjahr stattgefunden habe. Bei der Hüft-Endoprothetik sei die Anzahl der Ersteingriffe in etwa gleich geblieben. 40 Prozent der Hüftendoprothesen entfielen auf Oberschenkelhalsfrakturen, auf die die Krankenhäuser keinen Einfluss hätten. Hier habe der Anteil der über 80-jährigen Patienten, die nach einem Oberschenkelhalsbruch versorgt werden müssten, deutlich zugenommen. "Behauptungen, die Krankenhäuser würden bei diesen Eingriffen die Menge ungerechtfertigt ausweiten, sind mit diesen Fakten erneut widerlegt", so Baum.

Auch sei die Rate von Wundinfektionen in den letzten Jahren trotz der Zunahme antibiotikaresistenter Keime nicht angestiegen und liege im internationalen Vergleich.

Erstmalig seien 2013 Routinedaten aus der Abrechnung bei den Krankenkassen zur Erfassung der Pflegequalität (Dekubitus) angewendet worden. Damit sei ein neuer Weg beschritten worden, der nicht nur die Dokumentationslast der Krankenhäuser senke, sondern auch zu einer Vollerhebung aller Patienten über 20 Jahren geführt habe. Die Nutzung von Routinedaten würde auch in anderen Bereichen angestrebt.

Nach Abschluss des Strukturierten Dialoges verblieben für das Jahr 2013 aus den 3.200.000 Datensätzen rund 1.800 Auffälligkeiten, dies entspreche 0,06 Prozent. In diesen Fällen seien Besprechungen, Begehungen vor Ort oder Zielvereinbarungen mit den betroffenen Kliniken durchgeführt worden. Baum: "Diese geringe Anzahl tatsächlich qualitativer Auffälligkeiten zeigt, dass für die Einführung einer hochgradig streitbehafteten qualitätsorientieren Vergütung überhaupt kein Bedarf besteht."

Der Krankenhaus-Qualitätsreport 2013 ist über das AQUA-Institut (www.aqua-institut.de) zu beziehen.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Krankenhausgesellschaft vom 21.08.2014