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30. September 2013

DKG zum Orientierungswert 2013 für die Krankenhäuser


Tatsächliche Kostenentwicklung ist deutlich höher

Zur Verkündung des Orientierungswertes für die Krankenhäuser erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum: "Der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Wert misst die tatsächliche Kostenentwicklung in den Krankenhäusern nicht richtig. Diese ist deutlich höher als die 2,02 Prozent, die das Statistische Bundesamt ermittelt hat. Die tatsächlichen Kosten der Tarifabschlüsse und insbesondere die Preissteigerungen, mit denen die Krankenhäuser konfrontiert sind, sind viel höher. Ursächlich für die Messfehler sind die unzulänglichen Informationsquellen und Statistiken, auf die das Statistische Bundesamt zurückgreift. Sie sind, wie das Amt selbst bestätigt, nicht krankenhausspezifisch. So werden z. B. nicht die Zuwächse der krankenhausspezifischen Haftpflichtversicherungsprämien erfasst, sondern die Prämienentwicklung in der privaten Haftpflichtversicherung. Ebenfalls nicht zutreffend erfasst werden die Kostensteigerungen durch die EEG-Umlage, durch die die medizinische Versorgung in den Krankenhäusern inzwischen um eine viertel Milliarde Euro verteuert wird. Bei den Personalkosten werden Arbeitszeitausgleiche und urlaubsbedingte Mehrkosten nicht ausreichend erfasst.

Erneut wird deutlich, dass die Methodik zur Erfassung der Kosten der Krankenhäuser durch das Statistische Bundesamt verbessert werden muss. Die DKG hat dazu Vorschläge gemacht. Die Bundesregierung muss dem Statistischen Bundesamt auch die entsprechenden personellen Ressourcen zur Verfügung stellen.

Der Preisanpassungsspielraum für die Krankenhausleistungen im Jahr 2014 wird auf der Bundesebene aus dem Abgleich von Orientierungswert und Grundlohnrate gebildet. Nachdem die Grundlohnrate höher als der Orientierungswert ist, kommt diese zum Tragen. Damit hat der unzulänglich ermittelte Orientierungswert für das Jahr 2014 glücklicherweise auf die Finanzierung der Krankenhäuser keine Auswirkung."

Quelle: Pressmitteilung der Deutschen Krankenhausgesellschaft vom 30.09.2013