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05. Juni 2014

DKG zur Verabschiedung des GKV-FQWG im Deutschen Bundestag


Qualitätswettbewerb, nicht Preiswettbewerb im Gesundheitswesen

"Wieder wird die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung auf eine neue Grundlage gestellt. Aus Krankenhaussicht darf dies nicht dazu führen, dass der absehbar wachsende Finanzierungsbedarf für medizinische Leistungen über die Zusatzbeiträge erschwert wird", kommentierte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, die Verabschiedung des GKV-FQWG im Deutschen Bundestag. Er mahnte, dass es wie bei jeder Leistungserbringung auch bei der Mittelaufbringung nicht zur Dominanz des Preiswettbewerbs kommen dürfe.

Das mit dem Gesetz eingeführte Qualitätsinstitut begrüßte Baum: "Die Krankenhäuser verbinden damit die Erwartung, dass die Qualitätssicherung und die Qualitätsberichterstattung auf eine neue wissenschaftlich fundierte und objektive Grundlage gestellt werden." Auch die verbesserten Informations- und Transparenzregelungen für die Patienten unterstützten die Kliniken. Der vom Institut zu erstellende Krankenhausvergleich sollte dann aber auch als der "Goldstandard" für Krankenhausvergleichsmethodik anerkannt werden, so der DKG-Hauptgeschäftsführer.

Ausdrücklich positiv wertete Baum die über einen Änderungsantrag noch ins Gesetz gekommene Klarstellung, dass Angaben über Leistungsbewertungen immer auch risikoadjustiert sein müssten. Baum: "Damit unterstreicht der Gesetzgeber, dass die Bewertung medizinischer Leistungen von Krankenhäusern ein sehr komplizierter Prozess ist, bei dem eine Vielzahl höchst differenzierter und patientenindividueller Aspekte zu berücksichtigen ist." Die logische Konsequenz daraus sei, die Diskussion über qualitätsorientierte Vergütungen zu beenden.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Krankenhausgesellschaft vom 05.06.2014