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18. Juni 2012

Erstes offiziell zertifiziertes Beckenbodenzentrum in Mitteldeutschland


Standortübergreifende Kooperation von DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein, Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz und Chirurgischer Gemeinschaftspraxis

Bereits seit vielen Jahren arbeiten die Partner bei Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Beckenbodens, wie z.B. Harn- und Stuhlinkontinenz oder Beckenbodensenkungen, zusammen. Seit 2009 bilden sie gemeinsam das Sächsische Beckenbodenzentrum. Daran sind weitere zahlreiche Kooperationspartner beteiligt, u.a. das Zentrum für Physiotherapie, die Abteilung für Diagnostische Radiologie, die Ernährungsberatung, die Abteilung für psychosozialen und psychotherapeutischen Dienst.

Ziel des Zentrums ist es, den Patienten eine exzellente, flächendeckende Versorgung zu bieten. Die Therapieentscheidungen werden bei allen Patienten interdisziplinär getroffen. Dazu besprechen Fachärzte verschiedener Fachrichtungen in einer Beckenbodenkonferenz gemeinsam das Krankheitsbild jedes Patienten und legen dazu eine individuelle Therapie fest. Dies bedeutet für die Patienten weniger Termine bei verschiedenen Ärzten und als Ergebnis einen einheitlichen umfassenden Therapieplan.

Das Audit zur Zertifizierung erfolgte Ende März durch die neu gegründete Zertifizierungsgesellschaft ClarCert. Diese ist ein Tochterunternehmen von OnkoZert und wurde mit dem Ziel gegründet, das System von OnkoZert außerhalb der Onkologie zu übertragen und anerkannte Zertifizierungen nach ISO 9001 anzubieten.

Die Grundlage für die Zertifizierung bildete ein Erhebungsbogen für Interdisziplinäre Kontinenz- und Beckenbodenzentren. Dieser wurde erstellt von den Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Deutsche Gesellschaft für Urologie, Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie.

Die Zertifizierung von Beckenbodenzentren fand zunächst im Rahmen der Pilotphase statt. Lediglich 10 Zentren waren deutschlandweit in der Pilotphase zugelassen.

Quelle: Presseinformation der DRK Gemeinnützige Krankenhaus GmbH Sachsen vom 14.06.2012