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12. Dezember 2012

Experten nutzen Videokonferenz zum fachlichen Austausch


Therapie von Darmkrebspatienten im St. Joseph-Stift Dresden auf universitärem Niveau

 Die Therapie von Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs ist im Krankenhaus St. Joseph-Stift jetzt optimiert. Möglich wird dies durch die Installation eines neuen Videokonferenzsystems und der Etablierung eines fächerübergreifenden Tumorboards (Fallbesprechung) für darmkrebserkrankte Patienten. Mithilfe der Videokonferenz können sich Experten für Strahlentherapie und Pathologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus mit den Fachexperten des St. Joseph-Stiftes austauschen und gemeinsam Therapieempfehlungen ausarbeiten. Dies sichert Patienten bei der Behandlung von verschiedenen Tumoren des Verdauungstraktes eine Therapie auf universitärem Niveau. „Die Etablierung des Tumorboards mittels Videokonferenz schafft für unsere Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit und Transparenz. Alle Fachdisziplinen treffen gemeinsam eine Entscheidung über das Therapievorgehen“, erklärt Dr. med. Martin Freitag, Chefarzt der Klinik für Chirurgie am St. Joseph-Stift. Im St. Joseph-Stift werden jährlich rund 150 Patienten mit Darmkrebs behandelt und operiert.

Modernste Technik vernetzt Experten

Im dritten Stock des Krankenhauses wurde ein neuer Videokonferenzraum geschaffen.  Mit einem neuen Videokonferenzsystem, einer verschlüsselten und sicheren Verbindung,  zwei Beamern und großen Projektionsflächen zur Auswertung der diagnostischen Bilder ist die Kommunikation zwischen den Experten sichergestellt und nun enorm vereinfacht.

Interdisziplinäre Besprechung sichert optimale Behandlung

Ein Tumorboard ist eine bereichsübergreifende (interdisziplinäre) Fallbesprechung bei bösartigen Erkrankungen, bei der alle an der Behandlung beteiligten Fachexpertinnen und -experten eine gemeinsame Therapieempfehlung aussprechen. Anhand der Diagnose und der bereits diagnostizierten Befunde wird das weitere Therapievorgehen besprochen. Neben Chirurgen, Internisten, Onkologen und Radiologen aus dem St. Joseph-Stift nehmen zusätzlich Experten für Strahlentherapie und Pathologie des Universitätsklinikums Carl Gustav an diesen Sitzungen teil. Sie schalten sich bequem per Videokonferenz zu den wöchentlichen Tumorboard-Sitzungen zu. Die Befunde können gemeinsam besprochen werden. Die Auswertung und die Entscheidung über weitere Therapieschritte sind somit unkomplizierter geworden. Im Anschluss an die Konferenz wird der Patient über das Ergebnis und den weiteren Behandlungsverlauf zu jeder Zeit informiert. Zugute kommt dieses Verfahren in allererster Linie den Patienten und deren Behandlung. Die Videokonferenz im Rahmen des Tumorboards bedeutet allerdings auch für die Ärzte einen erhöhten Grad der Vernetzung sowie Vorteile im Hinblick auf zeitliche und wirtschaftliche Ressourcen. So bleibt mehr Zeit für die Patienten.

Quelle: Presseinformation des St. Joseph-Stift Dresden vom 10.12.2012