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15. August 2011

Freiberger noch besser gerüstet im Kampf gegen den Krebs


Kreiskrankenhaus Freiberg: Tumorboard ermöglicht Mitwirkung Dresdner Spezialisten

Das interdisziplinäre Tumorboard am Kreiskrankenhaus Freiberg gibt es seit nunmehr einem Jahr. Jeden Dienstagnachmittag, pünktlich 14.30 Uhr, sprechen Freiberger Chirurgen, Radiologen, Gastroenterologen und Onkologen per Ton und Bild live mit ihren Kollegen vom Dresdner Universitäts-Krebs-Centrum über aktuelle Fälle der bösartigen Erkrankungen. Über das, von einem Beamer an die Wand projizierte großflächige Bild ist eine Kommunikation in Echtzeit so möglich, als würde man sich gegenüber sitzen.

Der besondere Vorteil des Tumorboards liegt in einer zeitnahen Einzelfallbesprechung auch mit Kollegen von Fachrichtungen, die nicht im Freiberger Krankenhaus vertreten sind. So können zu einer Beratung beispielsweise Dresdner Strahlentherapeuten oder Leberchirurgen hinzugezogen werden. Die für eine Konsultation erforderlichen Dokumente und Daten des Patienten werden vorher oder während der Liveschaltung übermittelt.  Im Fazit erhält jeder Patient eine maßgeschneiderte Behandlung nach modernsten Erkenntnissen.

Damit wurde eine unter Einhaltung des Datenschutzes für jeden Freiberger Patienten optimale Diagnose- und Behandlungsmöglichkeit geschaffen, auf die diese schwerkranken Patienten, in besonderem Maße angewiesen sind und gleichzeitig wird eine heimatnahe Betreuung ermöglicht.

„Der Nutzen besteht meist nicht in spektakulären Diagnosen sondern es geht uns in den meisten Fällen um die Einholung einer zweiten Meinung und damit die Erhöhung der Chancen des Patienten“, bekräftigt der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Privatdozent Dr. Hans Bödeker. Das Kreiskrankenhaus Freiberg ist das erste Haus in Sachsen, das diese Möglichkeit für seine Patienten nutzen kann

Quelle: Presseinformation der Vereinigten Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen GmbH vom 10.08.2011