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18. März 2014

Frühe Hilfen bei beginnenden Psychosen und Suchterkrankungen


Park-Krankenhaus Leipzig etabliert Früherkennungsambulanz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

In den meisten Fällen beginnen psychische Erkrankungen ebenso schleichend wie der Einstieg in ein Suchtverhalten. Und häufig bemerkt das Umfeld noch vor dem Betroffenen, dass hier etwas nicht mehr stimmt und aus dem Lot zu geraten droht. Das Park-Krankenhaus Leipzig hat nun eine „Früherkennungsambulanz für Psychosen und Sucht“ (kurz FEAPS) eingerichtet, in der mögliche Störungen so früh wie möglich erkannt und gezielt behandelt werden können. Das Angebot richtet sich an alle Altersklassen und bietet im Fall der Fälle einen unmittelbaren Zugang zu spezifischen Diagnose- und Therapieverfahren und weiterführenden Hilfen.

Möglich wird dieses komplexe ambulante Angebot durch eine Bündelung der psychiatrischen und suchtmedizinischen Disziplinen, wie sie 2013 im Leipziger Park-Krankenhaus im hier ansässigen Zentrum für Seelische Gesundheit vorgenommen wurde. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie deren Familien fungiert die Psychiatrische Institutsambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie als zentrale Anlaufstelle. Erwachsene sollten sich im ersten Schritt an die Psychiatrische Institutsambulanz der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychiatrie wenden. Bei möglichen Suchtfragen kann die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie auf eigene Ressourcen zurückgreifen, bei erwachsenen Patienten wird das Know-how der Soteria Klinik als Fachklinik für Suchterkrankungen hinzugezogen.

Doch woran lässt sich bei sich selbst oder bei einem Familienmitglied ein möglicher Beginn von einer psychischen Störung oder von Suchtverhalten im Alltag erkennen? „Erste Warnsignale können Veränderungen in der Stimmung, im Denken, Verhalten und in der Wahrnehmung sein, die sich in Form von schulischen, beruflichen oder Beziehungsproblemen niederschlagen können“, erläutert Prof. Dr. Thomas W. Kallert, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Seelische Gesundheit und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Leipziger Park-Krankenhaus. Zur besonderen Vorsicht und zum umgehenden Handeln rät der Experte, wenn zudem der Konsum von Cannabis, Amphetaminen oder anderen Suchtstoffen bekannt ist.

„Je früher die Hilfen ansetzen, desto wirksamer können wir den Betroffenen helfen. Wenn wird bereits das Risiko für psychische Störungen oder Suchtverhalten rechtzeitig erkennen, haben wir eine ganz gute Chance, die Erkrankung vor ihrer eigentlichen Ausprägung zu therapieren“, ergänzt Dr. med. Edelhard Thoms, der als Chefarzt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie verantwortet.

Quelle: Pressemitteilung des Park-Krankenhaus Leipzig vom 18.03.2014