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07. November 2011

Geburtshilfe: Sehr gutes Risiko-Management nachgewiesen


Die Geburtshilfe des Malteser Krankenhauses St. Johannes wurde vor einigen Tagen einem Risiko-Audit unterzogen. Sabine Kraft, Risiko-Assessorin und Gesundheitsmanagerin der Gesellschaft für Risiko-Beratung, präsentierte die Ergebnisse der erfolgreich gemeisterten Prüfung. "Hier würde ich auch selbst Kinder zur Welt bringen wollen", bestätigte die Auditorin.

„Risikomanagement ist für uns ein sehr wichtiges Thema. Besonders im Bereich Geburtshilfe kommt es uns auf hohe Sicherheit für Mütter und ihre Kinder an. Daher haben wir uns entschieden, den Fachbereich durch unabhängige Experten prüfen zu lassen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Alex Blaicher.

Im Rahmen einer Begehung aller Arbeitsbereiche der Kamenzer Geburtshilfe befragte die Risiko-Assessorin Mitarbeiter aller Berufsgruppen eingehend zu den Arbeitsabläufen und machte sich selbst ein Bild zu den Prozessen in der geburtshilflichen Versorgung. Eine genaue Risiko-Analyse und –Bewertung wurde im Anschluss daran erstellt.

Fazit: Die geburtshilfliche Versorgung des Malteser Krankenhauses ist hochqualitativ und sicher. Besondere Stärken identifizierte die Gesellschaft für Risiko-Beratung vor allem bei der guten Zusammenarbeit: Wochenstation, Neugeborenenzimmer und Kreißsaal bilden ein Team, die Informationswege sind kurz und für Risiken gibt es schriftlich fixierte Verfahrensanweisungen. Auch die Zusammenarbeit mit OP und Anästhesie funktioniert reibungslos: Die Absprache mit dem Kreißsaal ist klar geregelt, Nacht- und Wochenenddienste sind gut koordiniert.

Potential sieht die Risiko-Assessorin vor allem in der noch ausführlicheren Dokumentation von Prozessen und Abläufen. Beispielsweise sollte der Arzt zusätzlich direkt auf dem Papierstreifen des Wehenschreibers vermerken, dass und wann er einen Blick darauf geworfen hat.

„Die guten Ergebnisse sind für uns sehr erfreulich. Zugleich ist das natürlich kein Anlass, uns entspannt zurückzulehnen. Wir entwickeln uns weiter – das Audit ist dabei ein guter Ansporn“, sagt Dr. Rainer Kluge, Chefarzt der geburtshilflichen Abteilung.

Quelle: Pressemitteilung der Malteser Betriebsträgerges. Sachsen gGmbH (Kamenz) vom 04.11.2011