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12. Januar 2011

Gerinet startet durch - Geriatriezentrum Zwenkau ist Netzwerkzentrum


Die sächsische Gesundheitsministerin Christine Clauß verkündete am 20. Dezember 2010 die frohe Botschaft: Das HELIOS Klinikum Zwenkau gehört zu einer von drei Modellregionen, in denen bis 2013 das Geriatrische Netzwerk (Gerinet) erprobt wird.

Insgesamt 13 Einrichtungen hatten sich als Modellregion für das Geriatrische Netzwerk (Gerinet) beworben. Gewählt wurden von Fachgremien folgende drei Regionen: Das vom HELIOS Geriatriezentrum Zwenkau koordinierte Versorgungsnetzwerk Gerinet Leipzig-Süd, das Geriatrienetzwerk Chemnitz (Klinikum Chemnitz) und das Netzwerk Geriatrie Ostsachsen (Städtisches Klinikum Görlitz/geriatrische Rehabilitationsklinik Radeburg).
 

Ziele von Gerinet im Südraum Leipzig 

Zweck der geriatrischen Netzwerkarbeit ist es, flächendeckend eine qualitativ hochwertige und auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten passende geriatrische Versorgung aufzubauen. So können geriatrische Patienten bald noch effektiver und effizienterer versorgt werden. Möglich wird dies durch die individuelle sowie sektor-übergreifende Fürsorge aller am Betreuungsprozess beteiligten Netzwerkpartner – und der darüber hinaus interessierten und notwendigen Institutionen. Die Koordinierungskosten der Netzwerke übernehmen die Krankenkassen.
 

Hand in Hand für mehr Mobilität  

Mit Freude nahm das HELIOS Geriatriezentrum Zwenkau die Wahl als Modellregion auf. Der Chefarzt des Geriatriezentrums Zwenkau, Dr. med. Ralf Sultzer, und seine Mitarbeiter waren schließlich von Beginn an die treibende Kraft für die geriatrische Versorgung im Südraum von Leipzig. Sultzer sagt: „Seit Bestehen der Einrichtung im Jahr 2003 ist es unser oberstes Ziel, die Selbstversorgungsfähigkeit und Mobilität der geriatrischen Patienten zu erhalten oder wiederherzustellen. Wir möchten ihnen nach akuter Erkrankung oder Verschlechterung einer chronischen Erkrankung möglichst lange ein selbst bestimmtes, pflegeunabhängiges Leben im gewohnten Umfeld ermöglichen.“ Um dies zu erreichen, bedarf es aber nicht nur der Kooperation von Ärzten, Pflegern, Therapeuten, Psychologen und Sozialarbeitern. Die Angehörigen müssen von Anfang an integriert werden – ebenso wie Behörden oder Pflegedienste. Sultzer schildert: „Genau da setzt das Netzwerk an, damit alle noch mehr Hand in Hand arbeiten.“ Präventionsprogramme spielen dabei auch eine wichtige Rolle. 

Wie das Modellprojekt zur geriatrischen Versorgung im Leipziger Süden funktioniert? 

Alle die an der Versorgung älterer Menschen beteiligten und interessierten Einrichtungen im Landkreis Leipzig und in Süd-Leipzig arbeiten flächendeckend zusammen. Das heißt: Die geriatrische Einrichtung der Region und somit Netzwerkzentrum ist das HELIOS Geriatriezentrum Zwenkau. Seine Partner sind beispielsweise das Sozialamt Leipziger Land, Hausärzte, Pflegedienste und Pflegeheime in und um Leipzig, das Universitätsklinikum Leipzig sowie die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Park-Krankenhauses Leipzig. Neben diesen sind auch andere Einrichtungen wie zum Beispiel Apotheken, Sanitätshäuser und die Wohnungswirtschaft involviert. All diese Institutionen tauschen sich untereinander aus, unterstützen sich oder beraten einander. 

Hintergrund zum HELIOS Geriatriezentrum Zwenkau 

Seit Bestehen im Jahr 2003 wurden etwa 8.000 Patienten mit überwiegend unfallchirurgisch/orthopädischer, neurologischer und internistischer Indikation in der Einrichtung versorgt. Das Geriatriezentrum ist die größte stationäre geriatrische Rehaeinrichtung in der Region. Sie hat den Vorteil, eine internistische Klinik im Haus zu haben. Die Klinik ist seit zwei Jahren als einzige geriatrische Einrichtung in Nordwestsachsen zertifiziert und erwarb das Qualitätssiegel Geriatrie im vergangenen Jahr. Dafür erforderlich ist ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem mit definierter geriatriespezifischer Struktur- und Prozessqualität.

Quelle: http://www.helios-kliniken.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/archive/2011/januar/article/gerinet-startet-durch/3065.html vom 11.01.2011