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02. Mai 2014

HBK: Innere Medizin II erhält Prädikat "Nephrologische Schwerpunktklinik"


Die Klinik für Innere Medizin II des Heinrich-Braun-Klinikums am Standort Zwickau mit ihren Fachbereichen Nieren-, Bluthochdruck-, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten ist als "Nephrologische Schwerpunktklinik" zertifiziert worden. Damit ist sie die zweite Klinik in Sachsen sowie die dritte Einrichtung in Ostdeutschland überhaupt, die diese Bezeichnung führen darf.

Die Zahl der Betroffenen mit nephrologischen Erkrankungen steigt jährlich. So gibt es in Deutschland laut der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie aktuell etwa 60.000 Dialysepatienten. Nimmt man die Zahl nierentransplantierter Patienten hinzu, so sind es wohl mehr als 86.000 Menschen, die auf eine Nierenersatztherapie angewiesen sind. Damit die Behandlungsqualität nierenerkrankter Menschen weiter verbessert wird, hat die Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) Anfang 2012 ein Zertifizierungssystem entwickelt. Das anspruchsvolle Verfahren durchlief die Klinik im November vergangenen Jahres. Mit dem nun ausgehändigten Zertifikat bescheinigen die Auditoren der Klinik für Innere Medizin II, unter Leitung von Privatdozent Dr. med. habil. Jens Gerth, die hervorragende Qualität in der Patientenversorgung.

„Für unsere Patienten bedeutet die Zertifizierung eine gezieltere und noch bessere Behandlung, da in einer zertifizierten Schwerpunktklinik Betroffene mit häufig auftretenden Erkrankungen, sofern möglich, nach einheitlichen Standards behandelt werden. Die Kooperationen mit den Behandlungspartnern sowohl innerhalb unseres Klinikums (z. B. mit der Klinik für Gefäßchirurgie und dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie) als auch mit den niedergelassenen Kollegen, sind klar geordnet und laufen geregelt ab. Wir arbeiten stets Hand in Hand zum Wohle der Patienten“, fasst Chefarzt Privatdozent Dr. med. habil. Jens Gerth zusammen.

Mit einem 24-Stunden-Rufbereitschaftdienst für Notfälle garantiert die Klinik eine optimale Rundumbetreuung und sorgt zu jeder Tages- und Nachtzeit innerhalb kürzester Zeit für die Einleitung und Durchführung erforderlicher diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen. Bei besonderen Fragestellungen besteht auf Zuweisung eines niedergelassenen Nephrologen auch die Möglichkeit der ambulanten Vorstellung von Patienten in der Ermächtigungssprechstunde des Chefarztes. 

„Besonderen Wert legten die Prüfer im Zertifizierungsverfahren auf die allumfassende Behandlung innerhalb des Fachbereiches. So ist es wichtig, dass die Therapie sämtlicher Stadien von nephrologischen Erkrankungen, also die Betreuung nierenkranker Patienten vor, während und nach der Dialysepflichtigkeit, sprich nach Nierentransplantationen, im Leistungsspektrum integriert sind“, erklärt Chefarzt Privatdozent Dr. med. habil. Jens Gerth. Ebenfalls vergewisserte sich die Prüfungskommission, dass alle apparativen Verfahren der modernen Nephrologie wie Duplexsonografie, Nierenbiopsie oder auch die renale Denervation, welches ein innovatives Therapieverfahren bei medikamentös nicht einstellbarem Bluthochdruck darstellt, vorgehalten werden. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Auszeichnung ist die gute Kommunikation und Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Nephrologen in Zwickau und Umgebung, was die Klinik solide nachweisen und bestätigen konnte.

Quelle: Pressemitteilung desHeinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH vom 02.05.2014