Nachrichten

 

Weiterempfehlen














12. November 2012

HBK Zwickau ist Vorreiter in der Alterstraumatologie


Seit einigen Monaten verfügt das Heinrich-Braun-Klinikum am Standort Zwickau über ein Zentrum für Alterstraumatologie. In einem Pilotprojekt wurde dies - als einziges in Ostdeutschland - von unabhängigen Experten überprüft und damit die hohen Standards in der Behandlung bestätigt.

Unfälle im Alter ziehen häufig Brüche der großen Röhrenknochen, des Beckens oder der Wirbelsäule nach sich. Verletzungen dieser Art können ältere Menschen an einen Wendepunkt im Leben führen, denn jeder Sturz – auch ohne Knochenbrüche –  kann schwerwiegende Folgen haben: vom Verlust der eigenständigen Lebensführung bis hin zum erhöhten Sterberisiko. Das im Februar 2012 am HBK etablierte Zentrum für Alterstraumatologie hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, diese Risikogruppe optimiert zu therapieren und zu rehabilitieren, um die Mobilität des Patienten schnellstmöglich wiederherzustellen.

Interdisziplinär für die Gesundheit älterer Patienten

„Da ältere Patienten mit Knochenbrüchen oftmals Begleiterkrankungen haben, ist gleichzeitig eine unfallchirurgische und internistisch-geriatrische Behandlung notwendig. Auf diesem Gebiet arbeiten deshalb die Kliniken für Geriatrie und Unfallchirurgie eng zusammen, wobei  das Wissen von Spezialisten der Fachgebiete Unfallchirurgie, Altersmedizin, Physiotherapie, Ergotherapie, Neuropsychologie sowie Mitarbeiter des Sozialdienstes und bei Bedarf auch weiterer Fachgebiete zur Genesung der Patienten genutzt wird“, betont Dr. med. Bernhard Karich, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie am HBK, den interdisziplinären Charakter des Zentrums. Dr. med. Karin Richter, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin IV (Geriatrie), ergänzt zum Anliegen des Zentrums für Alterstraumatologie: „Durch unsere ganzheitlich ausgerichtete Behandlung sollen die Patienten in die Lage versetzt werden, eine für sie größtmögliche Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit wieder zu gewinnen und zu bewahren. Die Wiedereingliederung in das alte, vertraute Umfeld soll durch eine sofortige optimierte Therapie und Rehabilitation ermöglicht werden.“

Dass dieses Anliegen erreicht wird, bestätigte nun eine unabhängige Prüfkommission.

Qualität der Behandlung durch Prüfkommission bestätigt

Als eines der fünf ersten in Deutschland – und bisher einziges in den neuen Bundesländern –hat das Zentrum für Alterstraumatologie und Rehabilitation des Heinrich-Braun-Klinikums die gemeinsamen Qualitätskriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) erfüllt. Damit ist das Zentrum am HBK Bestandteil eines Pilotprojektes der beiden Gesellschaften. Die Auditierung ausgewählter Zentren für Alterstraumatologie dient dem Vorhaben, verbindliche Qualitätsstandards für ein neu zu etablierendes Zertifikat zu erarbeiten. Als Ergebnis seiner Begehung im September 2012 attestierte das Prüfungsgremium, bestehend aus Vertretern beider Fachgesellschaften, dem Heinrich-Braun-Klinikum einen sehr hohen Behandlungsstandard auf dem Gebiet der Alterstraumatologie.

Von Vorteil ist dabei auch die enge Zusammenarbeit mit der Sektion Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Das Zentrum für Alterstraumatologie beteiligt sich darüber hinaus an einer aktuellen  Studie  der Sektion Alterstraumatologie der DGU mit dem Ziel der Verbesserung der Ergebnisqualität bei der Behandlung hüftgelenksnaher Frakturen. An dieser Studie beteiligen sich bundesweit etwa 20 Krankenhäuser.

Quelle: Pressemitteilung des Heinrich-Braun-Klinikum gGmbH Zwickau vom 09.11.2012