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21. April 2011

Herzinsuffizienzambulanz versorgt Schwerstkranke


Herzzentrum Leipzig eröffnet Ambulanz zur Behandlung von schwerer Herzinsuffizienz

Unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr, Direktor der Klinik für Herzchirurgie, und Herrn Prof. Dr. Gerhard Schuler, Direktor der Klinik für Kardiologie, wurde in diesen Tagen im Herzzentrum Leipzig eine Ambulanz für hochgradige Herzinsuffizienz etabliert und damit in die Dienste der Patienten gestellt. Diese baulich und strukturell neu integrierte Ambulanz bietet optimale Voraussetzungen zur Behandlung von Patienten mit starken Einschränkungen der Herzleistung sowie daraus resultierender Folgeerkrankungen.

Bei der Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ist die Funktion des Herzens gestört. Das Herz ist nicht mehr in der Lage, ausreichend Blut in den Kreislauf zu pumpen. In der Folge verringert sich die Durchblutung der Organe und des Gewebes, was wiederum zu Kreislaufversagen führen kann. Typische Beschwerden einer Herzinsuffizienz sind neben der Abnahme der körperlichen Belastbarkeit, Atemnot, Müdigkeit und Schwächegefühl sowie Wassereinlagerungen an den Unterschenkeln (Ödeme).

Während die Versorgung der akuten Herzinsuffizienz (entwickelt sich im Verlauf von Stunden bis Tagen) in der Regel einen stationären Aufenthalt bedarf, erfolgt die Betreuung einer chronischen Herzinsuffizienz (entwickelt sich im Verlauf von Monaten bis Jahren) durch den niedergelassenen Arzt.

„Die nunmehr eröffnete Herzinsuffizienzambulanz im Herzzentrum Leipzig richtet sich gezielt an schwerstkranke Patienten“, betont Prof. Schuler. „Unser Ziel ist es gemeinsam mit den niedergelassenen Kollegen gerade diese Patientengruppe optimal zu betreuen.“ Basierend auf der engen interdisziplinären Zusammenarbeit der Kliniken für Herzchirurgie und Kardiologie kann jeder Patient mit seinem spezifischen Krankheitsbild individuell behandelt und der zukünftige Therapieweg bestmöglich abgestimmt. Dabei bezieht der behandelnde Arzt sowohl das aktuelle Befinden, die körperliche Leistungsfähigkeit, die Vorerkrankungen aber auch die vorliegende Medikation und vor allem die persönlichen Fragen der Betroffenen mit ein. „Durch die gelebte, örtliche und fachliche Verzahnung in unserem Haus stehen den Patienten auch weiterführende Therapiemöglichkeiten, wie die Kunstherzimplantation oder schlussendlich auch die Herztransplantation, zur Verfügung“, so Prof. Mohr. „Da Herzrhythmusstörungen zu den häufigsten Begleiterkrankungen bei Herzinsuffizienz zählen, komplettiert die Abteilung für Rhythmologie das Behandlungsteam“, ergänzt Prof. Dr. Gerhard Hindricks, Leitender Arzt der Abteilung für Rhythmologie.

Die neue Ambulanz bietet somit den Patienten, die unter einer schweren Herzinsuffizienz leiden, beste Voraussetzungen für eine individuelle, situationsabgestimmte Verlaufskontrolle des Krankheitsbildes. „Gerade dieser Personenkreis bedarf einer umfangreichen, Kontinuierlichen und fachspezifischen Überwachung, die wir, eng mit den betreuenden niedergelassenen Kollegen abgestimmt, zukünftig gern unterstützen“, so Prof. Schuler.

Informationen rund um die neue Herzinsuffizienz-Ambulanz bietet das Sekretariat der Klinik für Kardiologie unter der Telefonnummer 0341 865-1427/1428.

Quelle: Presseinformation des Herzzentrum Leipzig GmbH - Universitätsklinik vom 21.04.2011