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21. Dezember 2011

Herzzentrum Leipzig eröffnet Ambulanz zur Behandlung von pulmonaler Hypertonie


Kompetente Betreuung von Lungenbluthochdruckpatienten

Unter der Leitung von Oberarzt Dr. Enno Boudriot (Klinik für Kardiologie)  wurde in diesen Tagen im Herzzentrum Leipzig eine  Ambulanz für pulmonale Hypertonie etabliert und damit in die Dienste der Patienten gestellt. Diese baulich und strukturell neu integrierte Ambulanz bietet optimale Voraussetzungen zur Behandlung  von Patienten mit Lungenbluthochdruck sowie daraus resultierender Folgeerkrankungen.

Pulmonale Hypertonie  bezeichnet Krankheiten,  die  durch  einen  zunehmenden  Anstieg  des Gefäßwiderstandes  und  einen  Anstieg  des  Blutdrucks  im  Lungenkreislauf  gekennzeichnet sind. Häufig geht damit Rechts-Herzinsuffizienz (Herzschwäche) einher. Die Patienten leiden unter   stark   eingeschränkter   körperlicher Leistungsfähigkeit, Kreislaufstörungen und Müdigkeit. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist ohne Therapie äußerst eingeschränkt und umfasst ab Diagnosestellung statistisch betrachtet drei Jahre. 

Eine dauerhaft erfolgreiche Behandlung setzt voraus,  dass  die  zugrunde  liegende  Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Geschieht dies zu spät oder ist es medizinisch nicht möglich, stehen lediglich eine palliative Behandlung mit Medikamenten oder als letzte Therapieoption eine Lungen- bzw. Herz-Lungen-Transplantation zur Verfügung. 

„Die nunmehr eröffnete Ambulanz für pulmonale Hypertonie im Herzzentrum Leipzig richtet sich  gezielt  an  betroffene  schwerstkranke  Patienten“,  betont  Dr.  Boudriot,  Leiter  und konzeptioneller  Gründer  der  Ambulanz.  „In  direkter  Abstimmung  mit  den  niedergelassenen Kollegen sehen wir unsere Aufgabe darin, diese Patienten optimal und sicher zu betreuen.“ Das Herzzentrum Leipzig konnte dafür als Kooperationspartner im niedergelassenen Bereich Dr.  Ilka  Schwarze,  Fachärztin  für  Innere  Medizin  /  Rheumatologie, sowie  Dr.  Jörg Winkler, Facharzt für Innere Medizin/Pneumologie/Allergologie  und  Sprecher  der  AG  Pulmonale Hypertonie  MDGP  und  Vorsitzender  des  wissenschaftlichen  Beirats  der  Baumgart-Stiftung zur  Erforschung  der  pulmonalen  Hypertonie,  gewinnen.  Grundlage  der  vollumfänglichen Versorgung ist neben der engen Verzahnung zwischen dem ambulanten – niedergelassenen –  und  stationären  Bereich  vor  allem  die  interdisziplinäre  Zusammenarbeit  der  Kliniken  für Herzchirurgie, Kardiologie (inkl. Rhythmologie), Kinderkardiologie und der pneumologischen Abteilung  des  Park-Krankenhauses  Leipzig.  Unter  Einbeziehung  des  aktuellen  Befindens, der  körperlichen  Leistungsfähigkeit,  der  Vorerkrankungen aber  auch  der  vorliegenden Medikation und vor allem der persönlichen Fragen wird jeder Patient mit seinem spezifischen Krankheitsbild    individuell    behandelt    und    der    zukünftige    Therapieweg    bestmöglich abgestimmt.  „Das  sowohl  örtlich  als  auch  fachlich  gegebene  und  im  Alltag  gelebte medizinische Netzwerk    ermöglicht    den    Patienten im Bedarfsfall weiterführende Therapiemöglichkeiten, wie die Lungen- oder Herz-Lungen-Transplantationen“, so Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm  Mohr,  Ärztlicher  Direktor  und  Direktor  der  Klinik  für  Herzchirurgie  im Herzzentrum Leipzig. 

Die  neue  Ambulanz bietet  somit  den  Patienten,  die  unter  einer  pulmonalen  Hypertonie leiden,  frühzeitig  beste  Voraussetzungen  für  eine  individuelle  Diagnostik  und  Therapie. „Bereits   im   Anfangsstadium   der   Erkrankung   erlaubt   eine   situationsabgestimmte  und gleichzeitig    zukunftsorientierte    Verlaufskontrolle des Krankheitsbildes eine positive Beeinflussung   der   Lebensqualität   und   schlussendlich der Lebenserwartung für die Betroffenen“,   so Prof. Dr. Gerhard  Schuler,   Direktor   der Klinik   für Kardiologie im Herzzentrum Leipzig. 

Informationen rund um die neue Ambulanz für pulmonale Hypertonie bietet das Sekretariat der Klinik für Kardiologie unter der Telefonnummer 0341 865-1427/1428.

Presseinformation des Herzzentrum Leipzig GmbH - Universitätsklinik vom 19.12.2011