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17. April 2013

Herzzentrum Leipzig GmbH - Universitätsklinik


Irakische Herzspezialisten nehmen Einblick in die Leipziger (Kinder)Herzchirurgie

Mit Verweis auf die Gesundheit als Wachstumskern deutsch-irakischer Beziehungen besuchte am heutigen Dienstag Dr. Laith Al Kaabi, Ärztlicher Direktor und Direktor der Klinik für Herzchirurgie am Iraqi Center for Heart Diseases, Bagdad, Irak, das Herzzentrum Leipzig. Hintergrund seines Besuchs ist eine durch Bundesminister Daniel Bahr mit seinem irakischen Amtskollegen Dr. Majeed Mohammad Amin im März 2012 unterzeichnete "Gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit im Gesundheitswesen". Begleitet wurde er dabei durch Prof. H. Gülker, zuständiger Leiter dieses Projekts, und Dr. Elff von der Schaltzentrale German Iraqi Cooperation in Healthcare in Berlin.

„Das Herzzentrum Leipzig ist eines der renommiertesten Zentren zur Behandlung von Herzerkrankungen“, erläuterte Dr. Laith während seines Besuchs. „Die hier gelebte enge Verbindung von exzellenter Forschung und qualitativ hochwertiger Medizin hat weltweit Modelcharakter und gehört zweifelsohne zu den Taktgebern der internationalen Herzmedizin.“ Die hier ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte genießen in seiner Heimat einen hervorragenden Ruf, so der Herzchirurg. Im Rahmen eines Rundgangs durch das Herzzentrum und im Gespräch mit dem Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Friedrich W. Mohr, sowie dem Leitenden Oberarzt der Klinik für Herzchirurgie, Prof. Dr. Dr. Martin Misfeld, fand er dafür vielseitig Begründung.

Dem zwischen den Gesundheitsministerien im Vorjahr geschlossenen Abkommen ist zu entnehmen, dass für den Irak neben dem Aufbau einer medizinischen Infrastruktur insbesondere ein landesweites Aus- und Fortbildungsprogramm für medizinisches Personal von Bedeutung ist. Der durch die gemeinsame Unterzeichnung geebnete Weg ermöglicht Kooperationen mit deutschen Partnern wie Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen.

Bereits im Juli und Dezember 2012 hatte es hierzu erste Kennenlernbesuche zwischen Mitarbeitern des Herzzentrums Leipzig und des Iraqi Center for Heart Diseases im Irak gegeben. „Nachdem sich nun beide Seiten ein Bild von den Gegebenheiten vor Ort machen konnten, werden wir in den praktischen Teil unserer Kooperation übergeben“, skizziert Prof. Dr. Misfeld die folgenden Projektschritte. Noch im II. Quartal 2013 wird ein Team aus Ärzten, Pflegern und Kardiotechnikern in den Irak reisen, um dort schwerstkranke Kinder und Erwachsene herzchirurgisch zu versorgen. „Zusätzlich soll dieser Initialbesuch natürlich auch der Aus- und Weiterbildung des irakischen Personals auf allen Ebenen dienen. Zwar ist moderne Medizintechnik vorhanden, kann aber aufgrund mangelnder Einweisung häufig nicht verwendet werden“, beschreibt der Leipziger Herzchirurg die aktuelle Lage im Irak.

Ein Ausbau der Kooperation ist dann für die folgenden Monate vorgesehen. So werden zukünftig FellowShip-Progamme und Postgraduate Educations für irakische Ärzte im Herzzentrum Leipzig und anderen deutschen Zentren angeboten. Gemeinsames erklärtes Ziel ist es, den Wiederaufbau der Versorgungsstrukturen im Irak zu fördern und auf diese Weise dazu beizutragen, die medizinische Versorgung zu verbessern.

Quelle: Presseinformation des Herzzentrum Leipzig GmbH - Universitätsklinikvom 16.04.2013