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20. November 2012

HNO-Klinik der Oberlausitz-Kliniken gGmbH feiert 50-jähriges Jubiläum


Die Hals-Nasen-Ohren-Klinik der Oberlausitz-Kliniken gGmbH blickt auf eine bewegte 50-jährige Geschichte zurück. Die Anfänge gehen auf das Jahr 1962 zurück: Am 17. November eröffnete das damalige Kreiskrankenhaus Bautzen seine HNO-Klinik in der rund zwei Kilometer entfernten Außenstelle in der Löhrstraße. Seit den 1990er Jahren entwickelte sich die Klinik am neuen Standort zu einer modernen HNO-Klinik.

Die Versorgung von Patienten mit Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen wurde in Bautzen bis zum Anfang der 1960er Jahre durch Belegärzte gesichert. Der Ruf nach einer eigenständigen, fachspezifischen Klinik im Kreiskrankenhaus Bautzen wurde immer lauter. Im Frühjahr 1962 folgte Heinrich John der Berufung als erster Chefarzt der HNO-Abteilung. Der Mediziner war zuvor an den Universitätskliniken in Leipzig und Greifswald tätig. In Bautzen baute er die poliklinische HNO-Abteilung auf und leitete den Umbau der Außenstelle des Kreiskrankenhauses Bautzen in der Löhrstraße. Dort eröffnete am 17. November 1962 die HNO-Klinik mit 27 Betten. Die 17 Erwachsenen- und zehn Kinderbetten der Klinik versorgte der Chefarzt überwiegend ohne Unterstützung von Assistenzärzten. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1990 gelang es Heinrich John ein beachtliches operatives Spektrum zu etablieren.

Georg Hentsch trat die Nachfolge an und übernahm die Klinikleitung 1990. Der neue Chefarzt absolvierte seine Facharztausbildung im Universitätsklinikum Leipzig. Von 1975 bis 1990 leitete er als Chefarzt die HNO-Klinik in Pasewalk. Unter der Regie von Georg Hentsch erfolgte 1991 der Umzug der Hals-Nasen-Ohren-Klinik in den König-Albert-Stift des Kreiskrankenhauses Bautzen. Der Standortwechsel in das Krankenhaus-Areal und die politische Wende ermöglichten die Weiterentwicklung der Klinik: Das Operationsspektrum wurde erweitert, Narkoseverfahren, Sterilisierung und Instrumentenaufarbeitung modernisiert, die Endoskopie und Mikrochirurgie neu eingeführt, die Versorgung von Notfallpatienten in Kooperation mit niedergelassenen Medizinern abgesichert.

1993 verließ Georg Hentsch das Kreiskrankenhaus Bautzen und eröffnete eine HNO-Praxis in Königswinter. Die kommissarische Leitung der Klinik übernahm nun Thomas Raue. Im Frühjahr 1994 wurde er zum Chefarzt berufen. Thomas Raue studierte an der Humboldt-Universität Berlin. Seine Facharztausbildung absolvierte er im Kreiskrankenhaus Bautzen, an der Medizinischen Akademie Carl Gustav Carus Dresden und am Bezirkskrankenhaus Görlitz. Unter der Leitung von Chefarzt Thomas Raue entwickelte sich die HNO-Klinik zur modernen Klinik der Gegenwart. Der Umzug der Klinik in den Teil-Neubau des Krankenhauses Bautzen im Jahr 1998 war ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin und Anlass für zahlreiche Neuerungen. Heute steht die HNO-Klinik für eine umfassende Behandlung von Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen in der Region.

Die moderne HNO-Klinik

Die Hals-Nasen-Ohren-Klinik der Oberlausitz-Kliniken gGmbH bietet ein breites operatives und konservatives Leistungsspektrum. Zur Versorgung von akuten und entzündlichen Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen, Tumorerkrankungen, Erkrankungen des Hör- und Gleichgewichtsorgans, Verletzungen, Blutungen und Brüchen im Kopf-Hals-Gebiet sowie zur Entfernung von Fremdkörpern werden moderne endoskopische, mikro- und elektrochirurgische Untersuchungs- und Behandlungsmethoden angewendet. Die spezialisierte Tumorbehandlung erfolgt in enger Kooperation mit den Schwerpunktkliniken der Region. In der Diagnostik werden neben konventionellen, objektiven Hörprüfungen verschiedene Untersuchungen zur Testung der Gehör- und Gleichgewichtsorganfunktion angeboten. Eine 24-Stunden-Notfalldienstbereitschaft in Zusammenarbeit mit zwei ambulant tätigen Ärzten rundet die HNO-ärztliche Betreuung der Patienten ab.

Die HNO-Klinik im Krankenhaus Bautzen verfügt über eine Station mit 17 Betten. Zum Team zählen insgesamt 14 Mitarbeiter aus dem ärztlichen und pflegerischen Bereich. Im vergangenen Jahr 2011 wurden zirka 2.500 Patienten stationär und ambulant behandelt. Zusätzlich werden jährlich etwa 1.500 Patienten aus anderen Abteilungen des Krankenhauses in der HNO-Klinik untersucht und behandelt.

Spezialisierung: Tumoren in Kopf und Hals wirksam behandeln

Im vergangenen Jahr 2011 hat die Hals-Nasen-Ohren-Klinik ihr Leistungsspektrum erweitert und bietet seitdem die Behandlung von Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Gebiet an. Behandelt werden Krebserkrankungen der Speicheldrüsen, im Rachen- und Halsbereich. Bösartige Befunde im Bereich des Kehlkopfes werden diagnostiziert und an spezialisierte Zentren überwiesen.

Quelle: Pressemitteilung der Oberlausitz-Kliniken gGmbH vom 19.11.2012