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27. April 2011

Hohes Niveau der Weiterbildung durch Sächsische Landesärztekammer gesichert


Im Jahr 2010 (Stand: 31.12.2010) beendeten insgesamt 493 Ärzte (2009: 619) erfolgreich ihre Weiterbildung zum Facharzt oder eine Schwerpunktweiterbildung mit einer bestandenen Prüfung in der Sächsischen Landesärztekammer. Der Präsident, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, sagte dazu: "Ich freue mich, so viele sehr gut ausgebildete Fachärzte für die Patienten zur Verfügung zu haben."

46 Prozent dieser Mediziner sind Ärztinnen. Am häufigsten erfolgte die Weiterbildung im Jahr 2010 zum Facharzt für Innere Medizin (88), zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie (41), zum Facharzt für Anästhesiologie (41), zum Facharzt für Chirurgie (36) sowie zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin (28). Seltener absolvierten die Ärzte ihre Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (22), zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (22), zum Facharzt für Neurologie (19) oder zum Facharzt für Allgemeinmedizin (38). Darüber hinaus erwarben im Jahr 2010 insgesamt 380 Ärzte erfolgreich medizinische Zusatzbezeichnungen, am häufigsten Notfallmedizin (92), Palliativmedizin (67), Intensivmedizin (46) und Medikamentöse Tumortherapie (25). Nur 19 Ärz-te (3,7%) haben ihre Facharzt- oder Schwerpunktprüfung nicht bestanden.

Für die ärztliche Weiterbildung in Sachsen ist die Sächsische Landesärztekammer verantwortlich. Ärzt-liche Weiterbildung beinhaltet dabei das Erlernen ärztlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten nach erfolg-reich absolviertem Studium und erteilter Approbation. Ziel ist die Facharztkompetenz in einem medizi-nischen Gebiet, darauf aufbauend eine Spezialisierung in bestimmten Schwerpunkten oder eine Zu-satzweiterbildung.

Basis der ärztlichen Weiterbildung ist die sächsische Weiterbildungsordnung, die von der Kammerver-sammlung beschlossen wird. Sie regelt Inhalte und Mindestzeiten der Weiterbildung und sichert auf diese Weise die Qualität ärztlicher Berufsausübung und damit die Behandlungsqualität der Patienten. Neue ärztliche Spezialisierungen durch den medizinischen Fortschritt werden zeitnah in die Weiterbil-dungsordnung aufgenommen. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf kann eine Weiterbil-dung auch in Teilzeit absolviert werden.

Während ihrer Weiterbildungszeit ist die Sächsische Landesärztekammer Ansprechpartner und enger Berater für Ärzte. Sie organisiert die abschließenden Prüfungen, führt sie durch und stellt nach erfolg-reich absolvierter Prüfung die Anerkennungsurkunden aus.

Die Weiterbildung zum Facharzt und in den Schwerpunkten sowie in der Regel auch in den Zusatz-Weiterbildungen muss bei einem von der Sächsischen Landesärztekammer zur Weiterbildung befugten Arzt in einer zugelassenen Weiterbildungsstätte erfolgen. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 622 Befug-nisse für Facharzt- und Schwerpunktkompetenzen sowie Weiterbildungsbefugnisse für Zusatz-Weiterbildungen erteilt und 39 Weiterbildungsstätten zugelassen.

Quelle: Presseinformation der Sächsischen Landesärztekammer vom 26.04.2011