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31. März 2014

Klinikum Görlitz gründet Wirbelsäulen-Zentrum Ostsachsen


Unfall- und Neurochirurgen, Orthopäden, Physiotherapeuten, Radiologen und Schmerztherapeuten behandeln die Patienten fachübergreifend unter einem Dach

Die Verunsicherung bei Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen ist groß: Ist eine Operation wirklich notwendig oder können die Probleme auch mit anderen Methoden behoben werden? Die Entscheidung für oder gegen eine Operation ist für die Patienten oft nicht einfach. Deshalb ist es wichtig, sie über alle Möglichkeiten umfassend aufzuklären und zu beraten. Da Wirbelsäulenerkrankungen komplexe Krankheitsbilder sind, ist eine Behandlung entscheidend, die sowohl die verschiedenen ärztlichen Fachgebiete als auch mehrere Berufsgruppen miteinander verbindet.

Solch eine umfassende Behandlung soll künftig das Zentrum für Wirbelsäulenerkrankungen am Städtischen Klinikum Görlitz bieten. Auf Zuweisung des Facharztes können schwierige Fälle vorgestellt werden. Das Zentrum hat zum Ziel, den Patienten mehr Sicherheit zu geben. „Die Patienten werden interdisziplinär behandelt. Einmal pro Monat wird für besondere Fälle ein Wirbelsäulen-Board stattfinden“, sagt Dr. Holger Schenke, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie. Hier besprechen die Ärzte und Therapeuten die Behandlung von Patienten, bei denen mehrere Möglichkeiten in Frage kommen. Der Patient wird in diesen Entscheidungsprozess mit einbezogen. Ziel ist, eine individuell auf ihn ausgerichtete Therapie zu finden. „Dazu bündeln wir die Kompetenzen der verschiedenen Fachrichtungen“, sagt Dr. Uwe-Karsten Schöbel, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie.

Die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen hat im Görlitzer Klinikum eine lange Tradition. Die Patienten können konservativ und operativ versorgt werden. „Wichtig ist uns bei der Behandlung unserer Patienten, dass sie mobil bleiben, ihre Alltagsaktivitäten und ihre Lebensqualität behalten oder wiedererlangen. Wenn eine Operation notwendig wird, dann können spezielle Implantate verwendet werden, die die Funktion der Wirbelsäule erhalten“, sagt Dr. Marcus Eif. Er ist leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie und Verantwortlicher für das Wirbelsäulen-Zentrum. Seit mehreren Jahren werden am Görlitzer Klinikum unter seiner Verantwortung auch viele Patienten in der Nähe des Rückenmarks mit schmerzlindernden Kathetern und Sonden versorgt.

Quelle: Pressemitteilung des Städtischen Klinikum Görlitz gGmbHvom 31.03.2014