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11. Februar 2013

Klinikum Görlitz nimmt zweiten Computertomographen in Betrieb


Davon profitieren grenzüberschreitend vor allem Unfallopfer und Patienten mit plötzlichen akuten Erkrankungen.

Mit dem neuen Computertomographen (CT) ist es möglich, einen Patienten in etwa 25 Sekunden von Kopf bis Fuß zu durchleuchten. Das schafft z.B. bei Unfallopfern schnell Klarheit darüber, wie schwer die Erkrankung ist. Besonders diese Notfall-Patienten sind es, die von der neuen Medizintechnik profitieren, denn nach schweren Unfällen und plötzlichen akuten Erkrankungen etc. hängen die Überlebenschancen der Betroffenen von der schnellen, gezielten Diagnose ab. Der neue CT befindet sich deshalb auch direkt in der Interdisziplinären Notaufnahme, die in den vergangenen Monaten umfangreich rekonstruiert wurde. „Wir freuen uns sehr, unseren Patienten und Mitarbeitern nun noch bessere Behandlungs- und Arbeitsbedingungen bieten zu können“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch.

Der CT im Wert von ca. 500.000 Euro wurde im Rahmen des EU-Projektes „Gemeinsam sicherer – deutsch-polnisches Netzwerk der bildgebenden Diagostik in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec“ angeschafft. Ziel dieses deutsch-polnischen Teleradiologie-Netzwerkes ist eine Zusammenarbeit beider Krankenhäuser im Bereich der bildgebenden Diagnostik. Beide Häuser sind nun technisch und computertechnisch gut ausgestattet und somit in der Lage, grenzüberschreitend Informationen zu einzelnen Notfall-Patienten auszutauschen und eng bei der Diagnostik und Behandlung zusammenzuarbeiten.

Hintergrund:

Die grenzüberschreitende Behandlung insbesondere bei Notfallpatienten spielt eine wichtige Rolle in der Region. Als regionales Traumazentrum ist das Görlitzer Klinikum rund um die Uhr in der Lage, einen Schwerstverletzten aufzunehmen und ihn entsprechend der Leitlinien zur Polytraumaversorgung zu behandeln. Ein wichtiges Hilfsmittel dabei ist die Telemedizin, speziell die Teleradiologie. Deshalb hat das Städtische Klinikum Görlitz gemeinsam mit dem Zgorzelecer Krankenhaus dieses Teleradiologieprojekt gestartet. Der fachliche und informative Austausch erfolgt auf Basis der modernen Diagnostikgeräte und der Übertragung der Befunde per Computertechnik. Die Projektausgaben belaufen sich auf deutscher Seite auf ca. 870.000 Euro, davon werden ca. 740.000 Euro gefördert.

Quelle: Pressemitteilung des Städtischen Klinikum Görlitz gGmbH vom 08.02.2013