Nachrichten

 
20. Oktober 2010

Klinikum Oberlausitzer Bergland gemeinnützige GmbH ist "Akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden"


Nach umfangreichen und mehrmonatigen Vorbereitungen gelang es dem Klinikum Oberlausitzer Bergland, gemeinsam mit der medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden, einen Vertrag über die klinisch-praktische Ausbildung von Studierenden der Medizin zu schließen.

Mit diesem Vertragsschluss ging die Ernennung zum „Akademischen Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden“ einher.

Dies kann durchaus als großer Erfolg gewertet werden, da mit der Verleihung dieses Titels zum einen die Bemühungen um den medizinischen Nachwuchs anerkannt,  gleichzeitig aber auch die Qualität und Vielfalt der medizinischen Behandlung in den Häusern Ebersbach und Zittau gewürdigt werden.

Medizinstudenten müssen im letzten Studienjahr ein Pflichtpraktikum, das sogenannte „Praktische Jahr“ absolvieren. Dies ist in 3 Tertiale á 4 Monate aufgeteilt und beinhaltet die Fachbereiche Chirurgie, Innere Medizin sowie ein Wahlfach. Dieses Praktische Jahr kann nur im Uniklinikum sowie in Akademischen Lehrkrankenhäusern, welche von der TU-Dresden anerkannt sind, absolviert werden.
Neben der Befähigung zur eigenverantwortlichen und selbständigen ärztlichen Berufsausübung sollen die Studierenden im Praktischen Jahr ihre bereits erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten vertiefen und weiter ausbauen. Dabei sollen soziale, ethische und rechtliche Aspekte erkannt und berücksichtigt werden. Um das Erreichen der Ausbildungsziele zu gewährleisten ist es erforderlich, dass die Studierenden an Besprechungen, Falldemonstrationen, Weiterbildungen sowie Operationen und anderen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen teilnehmen. Darüber hinaus werden spezielle Lehrveranstaltungen und praktische Übungen durchgeführt. Nach einer Einarbeitungszeit werden den Studierenden geeignete Patienten zugewiesen, deren Betreuung von ihnen unter ärztlicher Supervision übernommen wird, insofern der Patient hierfür seine Zustimmung gibt.

Die Bedeutung für das Klinikum Oberlausitzer Bergland ist sehr groß. Da dieser Ausbildungsabschnitt der letzte Teil des Medizinstudiums ist, bevor sich die Studenten dann für eine Tätigkeit im Anschluss an das Studium entscheiden, kann in dieser Phase bereits der Kontakt zu potentiellen neuen Ärzten als zukünftige Mitarbeiter des Klinikums geknüpft werden. Darüber hinaus kann Medizinstudenten, die aus der Region stammen, die Möglichkeit der wohnortnahen Ausbildung geboten werden.

Bereits am 30. August haben die ersten drei Medizinstudenten der TU-Dresden ihre praktische Ausbildung in den Chirurgischen Kliniken an den Standorten Ebersbach und Zittau begonnen.

Quelle: