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14. Dezember 2012

Klinikum St. Georg an europaweiten Studie zum Hochdruckschrittmacher beteiligt


Höchste Rate an Blutdrucksenkungen im Klinikum St. Georg erreicht

Die an fünf europäischen Kliniken durchgeführte Studie zur Überprüfung einer neuen Generation des Hochdruckschrittmachers wurde kürzlich abgeschlossen. Das  Klinikum St. Georg war daran nachhaltig beteiligt und konnte in der Kooperation der Abteilungen Gefäßchirurgie, Nephrologie und Anästhesie acht Patienten in die Studie einschließen. Damit ist das Klinikum mit der höchsten Anzahl an Patienten an der Studie beteiligt. Im Ergebnis konnten bei diesen acht Patientinnen und Patienten zudem die größten Blutdrucksenkungen, nämlich um etwa 50 mmHg im Durchschnitt, erreicht werden.

Grundlage des Erfolges war die enge Zusammenarbeit der beteiligten Disziplinen und die Anwendung eines speziellen Narkoseverfahrens bei Patienten, die trotz maximaler medikamentöser Therapie einen extrem hohen Ausgangsblutdruck aufweisen. Das ermöglichte den Chirurgen die optimale Platzierung der Stimulationselektrode. Die Anwendung dieser Techniken wird mittlerweile durch Ärzte des Klinikums St. Georg deutschlandweit unterrichtet. Eine ausführliche Publikation erfolgte zudem in der Fachzeitschrift der amerikanischen Hypertoniegesellschaft.

Ermutigt durch diese Erfolge wird der Hochdruckschrittmacher mittlerweile weltweit auch bei Dialysepatienten eingesetzt. Das stellt eine absolute Neuheit für diese Patientinnen und Patienten dar und ist auch in der medizinischen Forschung als bahnbrechend zu bezeichnen. So konnten im Klinikum St. Georg bei Dialysepatienten mit schwierig einzustellender Hypertonie Blutdruckreduktionen bis 60mmHg erreicht werden, was für diese Patienten eine massive Minimierung des Schlaganfallrisikos bedeutet.

Das Klinikum St. Georg erfüllt mittlerweile eine Zentrumsfunktion für dieses neue Verfahren und wird von Betroffenen aus ganz Süd- und Ostdeutschland aufgesucht.

In Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung wurde eine Spezialsprechstunde zur Nachsorge der Patienten eingerichtet. Diese befindet sich am Standort Eutritzsch des Klinikums in der Delitzscher Str. 141, im Haus 54. Telefonische Erreichbarkeit ist unter der Rufnummer 0341 23179974 gegeben. Eine Überweisung vom Nephrologen oder Kardiologen ist erforderlich.

Quelle: Pressemitteilung des Klinikum St. Georg gGmbH Leipzig vom 13.12.2012