Nachrichten

 
29. März 2011

Klinikum St. Georg rüstet sich mit neuem klinischen Arbeitsplatzsystem für die Zukunft


Erhebliche Vorteile für alle Beteiligten

Das Klinikum St. Georg wird zum 01. April 2011 eine neue Software im Klinischen Bereich in Betrieb nehmen. Mit der Software i.s.h.med stellt das Klinikum die Weichen für die Zukunft. Mit der Einführung wird das größte IT-Projekt in der Geschichte des Klinikums mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Mio. Euro in der ersten Ausbaustufe umgesetzt.

Seit der Vertragsunterschrift im Mai letzten Jahres wurde intensiv an der Umsetzung gearbeitet. In 14 Arbeitsgruppen, quer durch alle Fachbereiche und Berufsgruppen, wurden die Prozesse definiert und Abläufe gestaltet. Die letzten Monate waren geprägt durch Schulungen von insgesamt 1.500 Mitarbeiter, um einen reibungslosen Start sicher zu stellen.

Das Ergebnis ist eine umfangreiche elektronische Patientenakte, mit der jederzeit alle wesentlichen Informationen für eine optimale Behandlung der jährlich ca. 45.000 stationären und teilstationären Fälle abgerufen werden können.

Den Kernpunkt des neuen Systems stellt ein in Kooperation mit dem Sächsischen Hausärzteverband entwickelter Arztbrief dar. Darin sind die Wünsche der niedergelassenen Behandlungspartner eingeflossen, um die Behandlungsqualität und -effizienz auch sektorübergreifend zu verbessern. Die Anforderung von Untersuchungsanfragen erfolgt jetzt fast ausschließlich elektronisch, so dass auch hiermit eine Optimierung der Behandlungsabläufe verbunden ist.

„Mit der Entscheidung für das Produkt i.s.h.med der Fa. Siemens hat sich das Klinikum für eine Software entschieden, mit der ein erheblicher Teil der Einführungsleistungen selbst erbracht werden konnte. Viele Wünsche des medizinischen Personals wurden unkompliziert in Eigenleistung umgesetzt. Und für die Zukunft kann in Eigenleistung weiter am Ausbau des Systems gearbeitet werden,“ hebt Thomas Werchau, Geschäftsführer der St. Georg IT-Gesellschaft, mit Blick auf die Effizienz hervor.

Eine wichtige Anforderung war zudem die Einbindung von Subsystemen, um möglichst umfangreiche Informationen am klinischen Arbeitsplatz verfügbar zu haben. Angebunden wurden das Laborsystem, Systeme zur Herstellung von Zytostatika, für die Dokumentation der Gabe von Blutprodukten, für die Dokumentation und Befundung bildgebender Verfahren sowie das Patientendatenmanagementsystem im Brandverletztenzentrum.

Auch die Ambulanzen des Klinikums arbeiten mit einem speziellen Modul der neuen Software. Die Daten sind somit bei notwendiger Weiterbehandlung in einer der 25 Klinken sofort verfügbar.

„Das medizinische Personal wird von der Einführung des neuen Systems profitieren und damit wird auch die Behandlung des Patienten optimiert“, sagt der Geschäftsführer der Klinikum St. Georg gGmbH, Prof. Dr. Karsten Güldner. „Auch die niedergelassenen Kollegen werden zukünftig Daten wie Arztbrief, Laborbefund oder Röntgenbild mittels Anbindung der Portallösung elektronisch zur Verfügung gestellt bekommen. Die Vernetzung des Klinikums mit den Partnern schreitet somit weiter voran.“

Am 01.07.2011 wird die Tochtergesellschaft des Klinikums, das Fachkrankenhaus Hubertusburg gGmbH in Wermsdorf, die neue Software in Betrieb nehmen.

Presseinformation des Klinikum St. Georg gGmbH Leipzig vom 29.03.2011