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04. März 2015

Kooperationsvertrag bringt Hochschulmedizin nach Radeberg


Prof. Weitz vom Dresdner Uniklinikum kommt als Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie zum Asklepios-ASB Klinik Radeberg / Sechs Chirurgen ergänzen Team

Ein zum März 2015 geschlossener Kooperationsvertrag zwischen der Asklepios-ASB Krankenhaus Radeberg GmbH und dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden bringt die Hochschulmedizin in die Region: Prof. Jürgen Weitz, Direktor der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Dresdner Uniklinikum wird zusätzlich Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Radeberger Krankenhaus. Zusammen mit dem erfahrenen Chirurgen kommen fünf Klinikumsärzte nach Radeberg, um das bestehende OP-Team zu ergänzen. Von der Kooperation profitieren die Patienten ebenso wie beide Krankenhäuser: Bei Bedarf finden Untersuchungen oder bestimmte Behandlungen in der Dresdner Hochschulmedizin statt, so dass die Ressourcen beider Kliniken optimal genutzt werden. Diese neue Form der Zusammenarbeit beider Krankenhäuser ist bisher einzigartig in Sachsen und läutet eine neue Ära der stationären Krankenversorgung auf regionaler Ebene ein.

Mit Prof. Weitz wird die bereits jetzt in Radeberg umfassend angewandte minimal-invasive Chirurgie (Laparoskopie oder Knopflochchirurgie) auf hohem Niveau fortgesetzt. Schwerpunkte bleiben die gastroenterologische Chirurgie (Magen-Darm-Eingriffe), Gallenblasen-OPs, die laparoskopische Versorgung von Leistenbrüchen und Schilddrüsenoperationen. Durch die Kooperation können besonders komplexe Fälle – vor allem bestimmte Krebserkrankungen – durch am Dresdner Uniklinikum tätige Ärzte mitbehandelt werden oder Diagnose und Therapie finden direkt in der Dresdner Hochschulmedizin statt. „Von dem jetzt umgesetzten Kooperationsvertrag profitieren alle Beteiligten: Der Patient erhält wohnortnah hochschulmedizinische Expertise, das Radeberger Krankenhaus braucht sich nicht auf dem immer schwieriger werdenden Arbeitsmarkt um hoch qualifizierte Ärzte zu bemühen und das Universitätsklinikum kann vor allem jungen Ärzten ein interessantes Arbeitsumfeld bieten. Sie werden so nicht nur mit den hochkomplexen Therapien der Hochschulmedizin vertraut gemacht, sondern lernen die Standardeingriffe eines Krankenhauses der Grund- und Regelversorgung kennen. Damit verfügen sie als künftige Fachärzte über einen reichen Erfahrungsschatz an ganz unterschiedlichen Eingriffen. Für alle Beteiligten ist die Kooperation damit eine klassische Win-Win-Konstellation und eröffnet der stationären Krankenversorgung außerhalb der Großstädte neue Perspektiven. Auch die Kooperation und Interaktion in dieser engen Form zwischen einem öffentlichen und einem privaten Träger ist beispiellos in Sachsen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums.

„Mit diesem Vertrag betreten wir in Sachsen Neuland und sorgen somit nicht nur für eine immer bessere Vernetzung trägerübergreifender Klinikstandorte in der Region, sondern – und das ist entscheidend – für eine optimale Behandlung unserer Patienten“, sagt Stefan Härtel, Geschäftsführer des Asklepios-ASB Krankenhauses Radeberg GmbH.

„Ich freue mich über die neue Aufgabe, die die Leitung des Krankenhauses an mich herangetragen hat. Dank der Kooperation kommen Patienten mit besonders komplexen Erkrankungen schneller und unkomplizierter als bisher in die Maximalversorgung, für die das Dresdner Uniklinikum steht. Ebenso können aber auch Patienten aus Dresden mit kleineren Eingriffen in der persönlichen Atmosphäre in Radeberg nach universitären Qualitätsstandards versorgt werden“, sagt Prof. Weitz. Die in Radeberg behandelten Krebspatienten profitieren vom Know-how des Universitäts KrebsCentrums: Denn ihre Behandlung wird künftig im Tumorboard der Einrichtung festgelegt, wo durch sie nach den strengen Kriterien eines Onkologischen Spitzenzentrums behandelt werden – es ist das einzige in Sachsen und den neuen Bundesländern und eines von bundesweit 13 Zentren dieses international anerkannten hohen Niveaus.

Mit Privatdozent (PD) Dr. Steffen Pistorius als Stellvertreter von Prof. Weitz wechselt ein ebenfalls äußerst erfahrener Chirurg vom Universitätsklinikum nach Radeberg, der im Alltagsbetrieb Hauptansprechpartner für die Patienten sein wird. Haus- und Fachärzte, die ihre Patienten in die Allgemeinchirugie der Asklepios-ASB Klinik Radeberg einweisen, können sich einer umfänglichen und hochschulmedizinischen Weiterbetreuung ihrer Patienten sicher sein. Dank der Kooperation ist dies auch für Patienten aus dem Norden und Osten Dresdens attraktiv – insbesondere in Hinblick auf die sehr persönliche Atmosphäre eines heimatnahen regionalen Krankenhauses.

Quelle: gemeinsame Pressemitteilung der Asklepios-ASB Krankenhaus Radeberg GmbH und dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden vom 03.03.2015