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01. Juli 2011

Krankenhausplanungsausschuss beschließt Verbesserungen in der psychiatrischen Versorgung


Im Ergebnis der dreitägigen Sitzung des Sächsischen Krankenhauspla-nungsausschusses zeichnet sich eine spürbare Verbesserung der psychiatrischen Versorgung in Sachsen ab.

Ab 2012 sollen die Betten in den 24 psychiatrischen Kliniken um insgesamt 110 und die tagesklinischen Plätze um über 80 erhöht werden. Der Krankenhausplanungsausschuss trug damit der stark gestiegenen Auslastung der Kliniken Rechnung. Im Gegenzug werden die Betten in den somatischen Abteilungen aufgrund der dort stagnierenden Fallzahlen um voraussichtlich über 500 reduziert werden.

Darüber beschloss der Krankenhausplanungsausschuss, bestimmte medizinische Leistungen an ausgewählten Standorten zu konzentrieren. So wird die spezialisierte Adipositasbehandlung an den Standorten in Dresden-Neustadt, Freital sowie am Universitätsklinikum Leipzig (für Jugendliche) und Klinikum St. Georg (Erwachsene) konzentriert. Die Versorgung mit Cochlear-Implantaten erfolgt zukünftig ausschließlich an den Universitätskliniken Dresden und Leipzig. Bereits am Montag wurde eine Auswahlentscheidung über das Zentrum für septische Chirurgie getroffen. »Mit den nun auf den Weg gebrachten Maßnahmen wird nicht nur ein spürbarer Beitrag zur Ver-besserung der medizinischen Versorgung geleistet, sondern es werden auch die Voraussetzungen für eine nachhaltige Krankenhauslandschaft in Sachsen geschaffen«, so Sachsens Gesundheitsministerin Christine Clauß am Rande der Sitzung.

Die 84 betroffenen Krankenhäuser erhalten in den nächsten Wochen Gelegenheit, zu den Beschlüssen im Rahmen der Anhörung Stellung zu nehmen. Auf Basis dieser Stellungnahmen wird die Staatsregierung Ende des Jahres den Krankenhausplan 2012/2013 formal beschließen.

Presseinformation des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz vom 01.07.2011