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09. Oktober 2013

Malteser Krankenhaus St. Carolus feiert 10-jähriges Bestehen der Palliativstation


10 Jahre wertvoller Dienst für schwerkranke Menschen

Diakon Bernd Schmuck blickte im Rahmen des ökumenischen Gottesdienstes in der Kapelle des Görlitzer Malteser Krankenhauses zurück auf das vergangene Jahrzehnt. Der Krankenhausseelsorger nahm das Gleichnis eines Schiffes auf der Reise, um die Zeit der Palliativstation Revue passieren zulassen. Patienten und Mitarbeiter reisten als Passagiere mit, so Herr Schmuck. Viele Patienten reisten ein Stück weit mit, um sich wieder Kraft zu holen. Manche auch, um vom Schiff aus „im Beiboot“ ihre Überfahrt in die Ewigkeit anzutreten. Auf der Fahrt durch den wechselvollen Ozean der Zeit sei viel Achtsamkeit miteinander wichtig. So mancher Patient sei ein Lehrmeister darin, das „Leben zu lernen“.

Durch die Feierstunde führte Dr. Jörg Lubrich. Der Palliativmediziner und Facharzt für Innere Medizin führt zurzeit als leitender Oberarzt die Palliativstation. „Früher habe ich gedacht: Ein Arzt, der nicht heilt, ist gescheitert“, schilderte er seine Sicht als junger Arzt. Mit wachsender Erfahrung entdeckte er den großen Wert der Palliativmedizin: Menschen mit nicht mehr heilbaren Erkrankungen mehr Lebensqualität zu ermöglichen. „Es wird sich noch Vieles weiterententwickeln“, schickte Dr. Lubrich zuversichtlich voraus.
In einem Moment der Stille gedachten die Festgäste der im letzten Jahr verstorbenen Dr. Christine Marmor, die mit ihrem großen Engagement die Palliativarbeit der Region geprägt hat. Dr. Andreas Müller, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin, und Pflegedirektorin Daniela Kleeberg sowie der ambulante Hospizdienst dankten den Mitarbeitern der Palliativstation für ihren langjährigen Einsatz. „Sie alle wecken neuen Glauben, neue Hoffnung, neue Liebe“, sicherte Daniela Kleeberg Ärzten und Pflegenden zu. Wie humorvolles Kabarett manchmal sogar beim Thema „Sterben“ ein befreiendes Lachen auslösen kann, zeigte der „Tod“ alias Absalom Reichhardt: Er stellte seine neue Image-Kampagne vor. Denn er habe so einen schlechten Ruf, so der Tod.

Quelle: Pressemitteilung der Malteser Betriebsträgergesellschaft Sachsen gGmbH vom 09.10.2013