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04. August 2011

Mammazentrum Ostsachsen besteht erneut Rezertifizierungsverfahren


Am Mammazentrum Ostsachsen am Städtischen Klinikum Görlitz hat erneut ein Überprüfungsaudit stattgefunden.

Die Prüfer der Zertifizierungsgesellschaft OnkoZert beurteilten im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft die Arbeit der Ärzte und Pflegekräfte nach strengen wissenschaftlichen Kriterien. Diese beziehen sich auf Diagnostik, Therapie und Nachsorge sowie auf Organisation, Dokumentation und Datenauswertung. Durch den Auditor, Privatdozent Dr. med. habil. Hans Walter Eibach vom Brustzentrum der Hunsrück Klinik Simmern, wurden die einzelnen Fachbereiche überprüft. Im Ergebnis stellte die Deutsche Krebsgesellschaft fest, dass dem Mammazentrum Ostsachsen die uneingeschränkte Empfehlung zur Aufrechterhaltung des Zertifikats „Brustzentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Senologie e.V.“ ausgesprochen wird.

Die Zertifizierung hatte das Mammazentrum Ostsachsen sachsenweit als erstes Brustzentrum im Mai 2004 erhalten. Die hohe Anzahl durchgeführter Studien am Mammazentrum, die sich an der universitärer Einrichtungen messen lassen kann, spricht demnach für auf neuesten medizinischen Erkenntnissen basierenden Therapien. Als besonders positiv wird zudem die überdurchschnittlich hohe Rekonstruktionsexpertise des Zentrums angesehen, d.h. dass so oft wie möglich brusterhaltend operiert wird und sofern dass nicht möglich ist, die Brust wieder aufgebaut wird. „Das verdeutlicht sich auch dadurch, dass inzwischen 50 Prozent unserer Patientinnen aus dem gesamten Bundesgebiet stammen“, sagt der Direktor des Mammazentrums Ostsachsen, Dr. Mario Marx. Daneben ist laut OnkoZert besonders die Kooperation des Mammazentrums mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden, dem Brustzentrum der Universitäts-Frauenklinik in Tübingen und ab August dieses Jahres auch mit der Karolinska-Universität in Stockholm hervorzuheben.

Dr. Mario Marx bedauert indes, dass es bisher kein bundeseinheitliches Krebsregister gibt: „Das stellt uns gerade dann, wenn Patientinnen aus anderen Bundesländern kommen, vor logistische Herausforderungen, die benötigten Daten zu erhalten.“ Auch bei der Nachsorge der Patientinnen sei dies nicht von Vorteil. „Es wäre deshalb wünschenswert, ein bundesweit einheitliches Krebsregister zu etablieren“, so Dr. Marx.

Quelle: Pressemitteilung des Städtischen Klinikum Görlitz gGmbH vom 03.08.2011