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07. März 2011

Medizinische Einrichtung mit Vorbildcharakter


Darmzentrums am Evangelischen Diakonissenkrankenhaus Leipzig erfolgreich rezertifiziert

Einer Prüfung auf Herz und Nieren hat sich das Darmzentrum am Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig unterzogen – und  die Untersuchung mit Bravour bestanden. Bei dem 2007 gegründeten Zentrum handelt es sich um ein kooperatives Netzwerk von Experten, die sich mit der Vorsorge, Diagnostik und Therapie sowie der Nachbehandlung von bösartigen Tumoren des Darmes intensiv beschäftigen. Bereits im Gründungsjahr konnte die Zertifizierung durch Onkozert erfolgreich absolviert werden.

Das unabhängige Institut der deutschen Krebsgesellschaft Onkozert überprüft anhand eines 17 Punkte umfassenden Kriterienkatalogs medizinische Maßnahmen von Früherkennung und Pflege, über die chirurgische- und die Chemotherapie und untersucht die Patientenbeteiligung. Auch wissenschaftlichen Aktivitäten, die Dokumentation der Ergebnisse und die fachübergreifende Zusammenarbeit der beteiligten Spezialisten werden in das Prüfverfahren einbezogen, die Entwicklung in den jeweiligen Bereichen wird im Jahresrhythmus kontrolliert. Zentrumskoordinator Dr. Frank Kolbus zeigte sich besonders  erfreut, dass die Anzahl der Kriterien, bei denen dem Darmzentrum eine teilweise Vorbildfunktion bestätigt wurde, im Laufe der Jahre kontinuierlich  zugenommen hat und mittlerweile auf zwölf der 17 Kennziffern zutrifft.

Hervorzuheben sei, so das Urteil der unabhängigen Prüfer, „dass es dem Darmkrebszentrum gelingt, sich als Einheit zu präsentieren. Dies ist besonders zu würdigen, da im ablaufenden Jahr erhebliche Umstrukturierungen stattgefunden haben“. Trotz eines Chefarztwechsels in der Abteilung  für Gastroenterologie, und neuen Kooperationspartnern in der Radioonkologie lautet das Fazit: „Die  Interessen  des Darmkrebszentrums werden hier weiterhin mit großem Engagement vertreten“.

Für die Mitarbeiter bedeute die abgestimmte, dokumentierte und fortlaufend kontrollierte Zusammenarbeit der verschiedenen  Fachdisziplinen zwar viel zusätzliche Arbeit, so Dr. Kolbus, „aber die Vorteile für die Patienten rechtfertigen den Aufwand in jedem Fall.“ Denn Doppeluntersuchungen werden vermieden, standardisierte Abläufe können den stationären Aufenthalt verkürzen,  durch ein optimiertes Miteinander wird die Versorgungsqualität verbessert, zählt er entscheidende Pluspunkte auf.   Diesen Prozess fortzusetzen haben sich die Mitarbeiter des Darmzentrums auf die Fahnen geschrieben. Die im Prüfbericht formulierten Ergebnisse und  Hinweise werden von den Beteiligten intern ausgewertet, mit Hilfe eines Aktionsplans sollen weitere Verbesserungen in die Praxis umgesetzt werden.

Quelle: Presseinformation des Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig vom 31.01.2011