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11. Februar 2011

Meniskus-Implantation im St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig gelungen


Am St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig wurde in dieser Woche erstmals ein Meniskus-Implantat aus Kollagen in das Knie eines jungen Mannes eingesetzt.

Das in den USA entwickelte Implantat aus natürlichem Gewebe hat den Vorteil, dass es mit der Zeit von körpereigenem Gewebe ersetzt wird, das der natürlichen Struktur eines Meniskus nahe kommt. „Bisher wird eine solche Operation nur an wenigen Sporttraumatologischen Zentren in Deutschland durchgeführt“, sagt der Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie, Dr. Gotthard Knoll, der die OP vornahm. Studien haben gezeigt, dass das Implantat die Abnutzung des Gelenkknorpels im Knie reduziert und der Patient sein Knie danach besser belasten kann.

Der 17jährige Patient war für den Eingriff eigens aus Chemnitz angereist. Er hatte gleich zweimal Pech, hatte sich bei Sportunfällen 2009 und 2010 jeweils ein Kreuzband gerissen. Nach dem zweiten Kreuzbandriss waren zwei Drittel des inneren Meniskus in Mitleidenschaft gezogen. Der junge Mann lief Gefahr, ein Leben lang unter den Knieverletzungen zu leiden, wenn der Knorpelbelag von Ober- und Unterschenkelknochen im Knie ungeschützt aufeinander trifft. „Es ist nicht einfach, die Größe des fehlenden Meniskus genau auszumessen und das Implantat entsprechend anzupassen und im Gelenk zu positionieren. Zudem muss das Implantat in einem komplizierten arthroskopischen Verfahren fixiert werden“. Chirurg Knoll zeigt sich erleichtert, dass die rund einstündige Operation gelungen ist. „Besonders bei einem so jungen Mann ist es wichtig, den Meniskus so weit als möglich zu erhalten beziehungsweise zu ersetzen.“

Quelle: Presseinformation des St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig vom 11.02.2011