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21. Mai 2014

Ministerien aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zeichnen Kliniken aus


Gemeinsam wieder mehr Organspenden erreichen

Das Saale-Unstrut Klinikum Naumburg (Klinikum Burgenlandkreis GmbH) in Sachsen-Anhalt, die Lausitzer Seenland Klinikum GmbH in Sachsen und das SRH Wald-Klinikum Gera in Thüringen wurden heute geehrt, weil sich Ärzte und Pflegende in den drei Kliniken in besonderer Weise für die Organspende eingesetzt haben.

Der Minister für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt, Norbert Bischoff, die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Christine Clauß, sowie die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert ehrten die Krankenhäuser gemeinsam mit der Geschäftsführenden Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) Region Ost, Dr. med. Christa Wachsmuth, in einem feierlichen Festakt.

„Um das Vertrauen in die Organspende zurück zu gewinnen sind authentische und kompetente Unterstützer, wie sie in den heute geehrten Krankenhäusern arbeiten, unverzichtbar“, erklärte Norbert Bischoff.

„Damit die Menschen auf der Warteliste wieder mehr Hoffnung auf eine lebensrettende Transplantation haben können, müssen alle Partner aus der Medizin und der Politik daran arbeiten, wieder mehr Organspenden zu ermöglichen“, sagte Christine Clauß.

„Organspende ist nicht nur ein wichtiges Thema für die Krankenhäuser. Jeder einzelne sollte sich informieren und zu Lebzeiten eine eigene Entscheidung dazu treffen“, führte Heike Taubert aus. „Das entlastet die Angehörigen möglicher Organspender und gibt den Ärzten und Pflegern auf den Intensivstationen Handlungssicherheit.“

„Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die bei der Gemeinschaftsaufgabe Organspenden stetig mit uns zusammenarbeiten. Nur so können wir den Menschen auf der Warteliste helfen“, so Dr. Christa Wachsmuth.

Die DSO zeichnet seit 2002 Krankenhäuser aus, die sich mit besonderem Engagement für die Organspende eingesetzt haben. Ziel ist es, die Anstrengungen der Krankenhäuser zu würdigen und sie damit zu weiterem Einsatz für die Organspende zu motivieren. Außerdem soll die Auszeichnung ein Ansporn für andere Krankenhäuser sein, sich in der Organspende zu engagieren.

Die zu ehrenden Krankenhäuser werden in Abstimmung mit dem Fachbeirat der jeweiligen DSO-Region gewählt. Die wichtigsten Kriterien für eine Auszeichnung sind die Benennung und Unterstützung eines Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitung, die kontinuierliche Fortbildung des Klinikpersonals sowie die Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Akutfall Organspende.

Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. Sie hat bundesweit sieben Regionen gebildet, die jeweils ein Bundesland oder mehrere Bundesländer umfassen. In der Akutsituation Organspende begleitet sie alle Abläufe: Von der qualifizierten Feststellung des Hirntods über das Gespräch mit den Angehörigen, medizinische Maßnahmen zur Erhaltung von Organen und zum Schutz der Organempfänger bis hin zum Organtransport. Daneben unterstützt sie die Krankenhäuser durch Fortbildungen und Prozessoptimierung zum Thema Organspende. Die Mitarbeiter der DSO-Region Ost, zu der Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gehören, betreuen insgesamt 144 Krankenhäuser.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Organtransplantation vom 21.05.2014