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Modernstes Bestrahlungsgerät Sachsens seit 01.09.2010 in Zwickau im Routinebetrieb
HBK untermauert seine Vorreiterrolle als Spezialklinik für die Behandlung von Tumorpatienten in der Region
Mit der Inbetriebnahme des ersten von zwei neu erworbenen Linearbeschleunigern wird die monatelange angestrengte Arbeit der Mitarbeiter der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am HBK belohnt. Nach Einweihung des eigens für das Behandlungsgerät errichteten Neubaus Ende 2009 und Installation des Gerätes zum Jahreswechsel erfolgten bis zum Frühjahr Vorbereitungen zu der dann auch erfolgreichen Sachverständigenprüfung. Mit der Maßgabe, dass durch die Modernisierung keine Beeinträchtigung des laufenden Patientenbetriebes verbunden sein darf, wirkt das danach geleistete wie ein Kraftakt. Einerseits mussten täglich über 100 Patienten behandelt werden, gleichzeitig waren in erster Linie die Zwickauer Medizinphysikexperten und Medizinischen Informatiker damit beschäftigt, neue Rechner und Softwareversionen zu installieren. Der neue Linearbeschleuniger wurde umfangreichen Konstanz- und Belastungstests unterworfen, über den Briefverkehr mit den zuständigen Behörden mag heute auch niemand mehr sprechen. Parallel musste die Klinik immer wieder auf Mitarbeiter verzichten, die zur Hospitation in andere Einrichtungen geschickt wurden, um sich mit der neuen Technik vertraut zu machen.
Dr. Alexander Boicev, der nach seiner Berufung zum Chefarzt seit Anfang Mai die Geschicke der Klinik lenkt, spricht von einem Quantensprung in der Qualität der Strahlentherapie. Bestrahlungsmaschinen mit vergleichbarer technischer Ausstattung und Behandlungsgeschwindigkeit seien nicht einmal an den Universitäten des Freistaates zu finden. Die entscheidenden Neuerungen werden von den Experten als „fluenzmodulierte“ und „bildgestützte“ Strahlentherapie bezeichnet (IMRT und IGRT). Im Ergebnis kann Tumorgewebe jetzt auch in unmittelbarer Nachbarschaft von empfindlichem Normalgewebe mit dem Ziel der Heilung behandelt werden, ohne dass das Risiko für dauerhafte Organschäden steigt.
„Das bedeutet noch bessere Tumorkontrolle bei weniger Nebenwirkungen, also verbesserter Lebensqualität. Natürlich hat moderne Medizin seinen Preis. Zu Buche schlagen nicht nur die Anschaffungskosten in Millionenhöhe. Allein der Stromverbrauch der Maschine in einer Woche entspricht dem Jahresbedarf eines Durchschnittshaushaltes.“, so Boicev. Das technisch identische „Schwestergerät“ soll schon im Frühjahr 2011 eingeweiht werden.
Mit der Inbetriebnahme des Linearbeschleunigers der neuesten Generation untermauert das HBK seine Vorreiterrolle als Spezialklinik für die Behandlung von Tumorpatienten in der Region. Das zeigt sich nicht zuletzt auch in der Zertifizierung des Hauses durch die Deutsche Krebsgesellschaft als Darm- und Prostatakrebszentrum.
Quelle: http://www.hbk-zwickau.de/index.php?id=102&Archiv=&NewsID=id845339970 vom 02.09.2010









