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02. Mai 2012

Multimedia am Krankenbett - Modernste Bedingungen auf neuer Station


Seit dem 1. Mai 2012 haben Patienten des DRK Krankenhauses Chemnitz-Rabenstein direkt vom Krankenbett aus Zugang zum Internet. Möglich ist dies mit einem neuen Multimediasystem. An dieses ist auch das Radio/TV- und Telefonsystem gekoppelt. Die Patienten können nun mittels eines direkt am Bett befestigten Touchscreen-Monitors fernsehen, im Internet surfen und telefonieren.

Die Vorteile für die Patienten liegen in der Individualität und der Vielfalt an Unterhaltung. Jeder Patient kann das anschauen bzw. anhören was er möchte und muss sich nicht mehr mit seinem Mitpatienten einigen. (Der Ton ist nur über Kopfhörer zu empfangen). Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend. Für alle Funktionen gibt es nur noch ein Gerät. Weitere Vorteile liegen in einer einheitlichen Infrastruktur sowie einem geringen Stromverbrauch der neuen Gerätegeneration. Durch die Internetfähigkeit ist das System modular erweiterbar durch Spiele, Weblinks, besondere Infoseiten etc. Die Nutzung funktioniert über Chipkarten, die die Patienten im Hauptfoyer an einem Kassenautomaten erhalten. An diesem Automaten werden die Karten mit einem Geldwert aufgeladen und bei Verlassen des Krankenhauses auch wieder abgegeben. Die Patienten können täglich (vom Bett aus) neu wählen, welche Funktionen sie nutzen möchten. Jede Option, ob Radio, TV, Internet oder Telefon ist einzeln (auch ohne die anderen) anwählbar. Dabei sind TV, Internet und Telefon kostenpflichtige Angebote. Radio steht kostenfrei zur Verfügung. Das System wird in Deutsch, Englisch und Russisch angeboten. Die Touchscreen-Einheiten an jedem Patientenbett sind gekapselt, d.h. ohne Lüftungsschlitze (und -geräusche). Sie sind abwischbar und desinfektionsmittelbeständig.

Das neue Multimediasystem wurde zunächst auf der Station Innere 1 installiert, da diese Station in komplett neugebaute Räume umgezogen ist. Die flächendeckende Ausbreitung auf alle weiteren Stationen wird innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein. Die Gesamtinvestitionssumme für das neue Multimediasystem beläuft sich auf rund 500 T € . (Parallel dazu wird das System auch im DRK Krankenhaus Lichtenstein eingeführt.)

Modernste Bedingungen auf neuer Station

Das neue Multimediasystem ist „nur“ ein Bestandteil der neu errichteten Station im DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein. In einem Zeitraum von einem Jahr wurde das Gebäude „Haus C“ dafür um eine Etage aufgestockt. Die Gesamtinvestitionssumme für diese Baumaßnahme betrug ca. 2,4 Mio € (ohne Fördermittel). Seit Februar hat die Station Innere 1 die neuen Räume bezogen.

„Aufgrund der demografischen Altersentwicklung der Region hat die Klinik für Innere Medizin ihre Leistungen angepasst und erweitert. Als eines der wenigen Krankenhäuser haben wir nach dem Krankenhausplan eine Kapazitätserweiterung erfahren. Wenn man die Leistungsentwicklung des letzten viertel Jahres betrachtet, liegen wir bereits wieder über den zu erwartenden Zahlen“, so Dr. med. Matthias Schellner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, zu den Hintergründen des Erweiterungsbaus.

In der neu gebauten Station ist eine maßgeblich verbesserte Betreuungssituation von Patienten der Inneren Medizin gegeben. Das heißt, die medizinische Überwachung ist mittels modernster Technik, mit sogenanntem bettseitigen Monitoring an jedem Bett möglich. Patienten müssen zu diesem Zwecke nicht mehr umverlegt werden. Die Medizintechnik wird über eine Zentrale gesteuert und überwacht. „Zudem wurden die strukturellen Voraussetzungen für das Mitwirken am Brustschmerznetzwerk und am Schlaganfallnetzwerk geschaffen. Im Brustschmerzbereich verfügen wir über 4 Betten und im Schlaganfallbereich ebenfalls über 4 Betten. Beide Bereiche bilden eine Einheit, die innerhalb der Klinik für Innere Medizin eigenständig ärztlich geleitet wird“, hebt Chefarzt Dr. med. Matthias Schellner die besonderen Neuerungen hervor.

Die neugebaute Station verfügt über 35 Betten, verteilt auf 16 Zimmer, hauptsächlich Ein- und Zweibettzimmer. Der neue großzügige Patienten-Aufenthaltsraum ist zentral angeordnet und ist durch Oberlicht von Tageslicht durchflutet. Die Station ist mit einem hellen und freundlichen, bis zu den Lamellenvorhängen durchdachten, Farbkonzept ausgestattet. Zudem wurde ein neues Farbleitsystem für die Patienten eingeführt. „Die Bäder sind modern und mit speziellen Duschkabinen mit zweigeteilten Türen - zur erleichterten Hilfe beim Duschen der Patienten - ausgerüstet. Alle Betten sind neu, mit speziellen Antidekubitus-Matratzen ausgestattet und elektrisch gesteuert, mit einer sogenannten Satellitensteuerung. Das ist ein am Bett befestigtes kleines Tableau mit Schaltknöpfen“, erläutert der leitende Stationspfleger Kay-Uwe Schnabel den höheren Komfort für die Patienten.

„Aber auch für uns Mitarbeiter bietet die neue Station bessere Bedingungen, so konnten sämtliche Lagerbereiche neu und nach logischen Handlungsabläufen strukturiert werden. Jede Schwester hat pro Schicht nun einen eigenen bereichsgebundenen Computerarbeitsplatz. Und auch unser Personalaufenthaltsraum ist großzügig gestaltet worden, so dass wir hier auch größere Team-Besprechungen durchführen können“, so Kay-Uwe Schnabel, Stationsleitung, Innere Medizin 1.

Pro Jahr werden 2700 Patienten stationär in der Klinik für Innere Medizin behandelt, das sind im Monat mehr als 200 stationäre Patienten, neben vorstationären und ambulanten Patienten und ca. 100 Notfallpatienten, die der Inneren Medizin zugewiesen werden. Auf der Station Innere 1 werden am häufigsten Herz-Kreislauferkrankungen, wie Herzinsuffizienz und Bluthochdruck behandelt, dicht gefolgt von Transitorischen Ischämischen Attacken (TIA) - Durchblutungsstörungen des Gehirns, aber auch Stoffwechselerkrankungen (wie Diabetes), Lungenentzündungen und Magen-Darm-Erkrankungen.

Quelle: Presseinformation des DRK Krankenhauses Chemnitz-Rabensteinvom 02.05.2012