Nachrichten

 
09. Juni 2010

Neue OP-Methode in der Zittauer Klinik für Unfall- und Handchirurgie: Titankäfig bei Osteoporose


Seit Februar 2010 wird in der Klinik für Unfall- und Handchirurgie ein neues Verfahren zur Stabilisierung der Wirbelkörper durch Chefarzt Dr. med. Holch und Oberarzt Dr. med. Zeißig angewandt.

Damit werden Wirbelbrüche, welche durch Knochenschwund-Erkrankungen ausgelöst werden, behandelt.

Bisher gibt es zwei Therapien, die Vertebroplastie und die Kyphoplastie. Bei der Vertebroplastie wird unter hohem Druck Knochenzement in den Wirbelkörper gespritzt. Beim zweiten Verfahren wird ein Ballon in den geschädigten Wirbel eingeführt, aufgepumpt und wieder entnommen. Der entstandene Hohlraum wird ebenfalls mit Zement aufgefüllt. Dieses Verfahren wird bereits seit einem Jahr in Zittau praktiziert.

Nun gibt es seit kurzem eine dritte OP-Methode die in der Klinik für Unfall- und Handchirurgie Anwendung findet. Ein Mini-Stützkäfig aus Titan wird in den gebrochenen Wirbel platziert, durch einen Zugmechanismus aufgespreizt und mit Zement aufgefüllt.

Der Vorteil gegenüber vorherigen Verfahren ist, dass durch die Verzahnung mit dem Knochen und die hohe Eigenstabilität des Käfigs nur noch ein Bruchteil der Zementmenge benötigt wird. Das verringert erheblich das Risiko des Materialaustritts und damit verbundener Komplika-tionen. Der Käfig bleibt im Körper und gibt langfristig sicheren Halt.

Der gesamte Eingriff dauert zudem nur 20 Minuten pro Wirbel. Schon bei mehreren Patienten mit Osteoporose wurde dieses Verfahren im Klinikum erfolgreich verwendet. Bei besonders massiver Zerstörung kann zusätzlich die Verschraubung mit Fixateur intern zum Einsatz kommen.

Speziell für ältere Patienten ist es eine Erleichterung, da die körperliche Belastung durch die geringere OP-Zeit reduziert wird.

Quelle: http://www.klinikum-oberlausitzer-bergland.de/das-klinikum/aktuelles.html vom 08.06.2010

 
Drucken Als PDF speichern Seite weiterleiten RSS Feed

Case Management-Kurs der Dresden International University durch Deutsche Gesellschaft für Case und Care Management anerkannt

Seit Januar ist der Zertifikatskurs "Case Management" der Dresden International University nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Case und Care... mehr

Mit einem starken Verbund in die Zukunft

Das Städtische Klinikum Görlitz tritt dem CLINOTEL-Krankenhausverbund bei mehr

DKG zur Veröffentlichung des DKI-PSYCHiatrie Barometers 2011

Dramatischer Ärztemangel in der Psychiatrie mehr

Zur Übersicht