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30. Oktober 2012

Neue Palliativstation im Klinikum Oberlausitzer Bergland


Anfang Oktober 2012 wurde im Klinikum Oberlausitzer Bergland am Standort Ebersbach eine Palliativstation neu eröffnet. Das Klinikum Oberlausitzer Bergland möchte so die wohnortnahe Versorgung von Patienten mit unheilbaren Erkrankungen im Landkreis Görlitz weiter ausbauen und damit auch das Leistungsspektrum erweitern.

Palliativmedizin findet seinen Ursprung im Lateinischen. Von dem Wort „pallium“ (Mantel) abgeleitet, bedeutet es vor allem Lindern, Stützen oder Wärmen. Das Hauptziel der palliativen Therapie besteht in der Verbesserung der Lebensqualität unheilbar Erkrankter unter Einbeziehung der Angehörigen. Eine palliative Versorgung von Tumorpatienten erfolgt bereits seit längerer Zeit mit multiprofessionellem Personal am Standort Ebersbach. Mit Eröffnung der Palliativstation werden die Behandlungsmöglichkeiten optimiert und besser strukturiert.

Die neu errichtete Palliativstation nimmt Patienten auf, die an einer nicht heilbaren und fortgeschrittenen Erkrankung leiden. Dies betrifft Krebserkrankungen, schwere neurologische Leiden sowie terminale internistische Krankheitsbilder. Es müssen körperliche und/oder seelische Beschwerden vorliegen, die ambulant nicht mehr beherrschbar sind. Nach telefonischer Absprache mit den behandelnden Palliativmedizinern kann eine Einweisung von anderen Stationen oder Krankenhäusern sowie durch niedergelassene Ärzte erfolgen. Für eine anschließende optimale Überleitung in eine ambulante Versorgung, erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit Hausärzten, Pflegediensten und einen ambulanten Palliativnetz.

Die Palliativstation verfügt über 6 Betten, in 2 Einzel- und 2 Doppelzimmern, einen Wohn- bzw. Aufenthaltsraum für Patienten und Angehörige, ein Dienstraum für Personal, Funktionsräume, ein behindertengerechtes Bad sowie ein großzügiger Balkon mit Blick ins Grüne. Die Möglichkeiten einer ortsnahen Übernachtung von Angehörigen kann realisiert werden.

Die Patienten sollen sich auf der Station geborgen fühlen und eine bestmögliche medizinische und pflegerische Betreuung erfahren. Durch ein multiprofessionelles Team, bei dem verschiedene Berufsgruppen zusammen arbeiten, wird eine körperliche und seelische Stabilisierung des Patienten als Hauptziel verfolgt. Dazu zählen zwei internistisch/onkologisch erfahrene Oberärzte mit Ausbildung in Palliativmedizin, geschultes Pflegepersonal, Physio- und Ergotherapeuten, eine Psychologin, eine Musiktherapeutin und auf Wunsch auch Seelsorger bzw. Pfarrer. Für eine bestmögliche Behandlung, wird unter Einbeziehung der Angehörigen, für jeden Patienten individuell ein medizinisches und pflegerisches Konzept entwickelt.

Dieses Behandlungskonzept beinhaltet das Vorbeugen und Lindern körperlicher Symptome sowie Probleme seelischer, sozialer und spiritueller Art.  Im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt wird die weitere Behandlung, Pflege und Betreuung in Zusammenarbeit mit Team der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung organisiert.

Die neue Palliativstation befindet sich in der Klinik für Innere Medizin Ebersbach in der 3. Etage des Hauses 2. Dort ist das Palliativteam für Patienten und Angehörige werktags von 9 bis 15 Uhr unter der Rufnummer 03586 / 762-500 oder über die E-Mail: palliativteam@k-ob.de erreichbar. Bei akuten Nachfragen und Notfällen ist eine 24 h Erreichbarkeit gewährleistet.

Quelle: Pressemitteilung der Managementgesellschaft Gesundheitszentrum Löbau-Zittau vom 30.10.2012