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27. Mai 2011

Neues Monitoring erhöht Patientensicherheit und -komfort


Das Malteser Krankenhaus St. Johannes hat im OP-Bereich, der Intensivstation und auf den Stationen Innere Medizin 1 und 2 ein neues Monitoring-System zur Überwachung lebenswichtiger Messwerte von Patienten eingeführt. "Wir können damit noch lückenloser als bisher Parameter wie beispielsweise EKG, Blutdruck oder die Sauerstoffsättigung des Blutes messen", erklärt Dr. Franz Eiselt, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin.

Die Daten aller intensivmedizinisch überwachten Patienten werden zentral verwaltet und sind unabhängig vom momentanen Arbeitsbereich einsehbar. Der diensthabende Anästhesist kann beispielsweise auch vom OP aus die Patienten in Aufwachraum und Intensivstation überwachen und auf diese Weise schwerkranke Patienten permanent im Blick behalten. Die Aufzeichnung und Dokumentation der Daten erlaubt zusätzlich eine genaue Analyse komplexer Krankheitsverläufe, wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen.
Auch bei der Überwachung auf den Wegen zwischen Operationsbereich, Aufwachraum und Intensivstation und bei weiteren Transporten ermöglichen handliche, mobile Monitore eine Datenerfassung ohne Unterbrechungen. „Komplettiert wird unsere neue Technik durch die EEG-Überwachung während der Operation: Durch die Messung der Hirnströme ist eine sehr präzise Bestimmung der Narkosetiefe möglich“, so Dr. Eiselt.
 
Auch in der Abteilung für Innere Medizin profitieren Patienten von der Einführung der neuen Überwachungstechnik. Die Station Innere Medizin 2  kann Patienten mit Herzerkrankungen nun drahtlos überwachen. Trotz kardiologischer Überwachung ist es somit für Kranke möglich, sich auf der gesamten Station frei zu bewegen.
Ein Zuwachs an Behandlungsqualität ist mit dieser Technik auch bei Schlaganfall-Patienten zu verzeichnen: Hier hat die Station Innere Medizin 1 ebenfalls neue Monitoring-Einheiten eingerichtet. Dies bedeutet nicht nur mehr Komfort für Patienten, sondern ermöglicht auch Ärzten und Pflegepersonal ein effizienteres Arbeiten. „Die zentrale Überwachung und Aufzeichnung der Daten, auf die von den Dienstplätzen der Station zugegriffen werden kann, lässt eine permanente Beobachtung und Nachverfolgung wichtiger Parameter zu. Krankheitsverlauf und Therapierfolg lassen sich damit minutengenau bestimmen. Im Rahmen unserer Kooperation mit dem SOS-Net, dem Schlaganfall Ostsachsen Netzwerk, erfüllen wir damit weitere Bedingungen, um unsere Patienten bei Schlaganfall noch hochwertiger versorgen zu können“, so Dr. Peter Gotzmann, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin.
 
Quelle: Pressemitteilung des Malteser Krankenhaus St. Johannes Kamenz vom 27.05.2011