Nachrichten

 
11. Mai 2017

Notfallversorgung bedarf funktionierendes Patientensteuerungssystem


DKG zu den Aussagen des KBV-Vorsitzenden Dr. Gassen

Zum Aufruf des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, zum Dialog über eine besser abgestimmte Notfallversorgung erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, heute in Berlin:

"Wir nehmen gerne den Ruf nach einer besseren Abstimmung und Zusammenarbeit auf. Denn gemeinsam ist in der Tat zu klären, warum trotz geöffneter Praxen und damit während der Sprechstundenzeiten gemäß einer Umfrage in den hessischen Krankenhäusern ca. ein Drittel der Patienten von niedergelassenen Ärzten in die Notfallambulanzen der Krankenhäuser verwiesen werden. Hier zeigt sich, dass ein funktionierendes Patientensteuerungssystem dringend erforderlich ist. Die Krankenhäuser weisen den Vorwurf zurück, dass sie undifferenziert und unbegründet nach immer mehr Geld rufen würden. Vielmehr fordern die Kliniken berechtigt aufwands- und kostengerechte Vergütungssätze für die von ihnen erbrachten ambulanten Notfallleistungen. Die seit dem 1. April geltende Abklärungspauschale von 4,74 Euro für die verwaltungsmäßige Erfassung und ärztliche Abklärung von Patienten in den Notfallambulanzen ist dies mit Sicherheit nicht.

Würden die Patienten, wie es der Sicherstellungsauftrag vorsieht, von den niedergelassenen Ärzten behandelt werden, wäre die Belastung der Gesamtvergütung der niedergelassenen Ärzte deutlich höher. Es kommt der Verdacht auf, dass den Kliniken Behandlungskosten aufgebürdet werden, um die KV-Budgets zu schonen. Die 4,74 Euro verstärken diesen Fehlanreiz. Als Zeichen einer wirklich konstruktiv gemeinten Dialogbereitschaft fordern wir die KBV auf, den Bewertungsausschuss einzuberufen und den Beschluss über die 4,74 Euro umgehend zu korrigieren."

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Krankenhausgesellschaft vom 09.05.2017

 
Drucken Als PDF speichern Seite weiterleiten RSS Feed

Geburtshilfe braucht ausreichende Finanzierung

DKG zum Internationalen Hebammentag mehr

Antikorruptionsgesetz verunsichert Kliniken

DKG-Informationsveranstaltung zu neuen Antikorruptionsregelungen mehr

Fehlende Investitionsmittel führen zu Mehrbelastung des Personals

Veröffentlichung der DKG-Bestandsaufnahme zur Krankenhausplanung und Investitionsfinanzierung in den Bundesländern 2017 mehr

Zur Übersicht

Kontakt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Frau Gundula Bitter-Schuster

Tel.: 0341 98410-34
Fax: 0341 98410-25
Email: presse@kgs-online.de