Nachrichten

 
20. Mai 2011

Patienten mit hochkontagiösen Krankheiten sind in Mitteldeutschland gut geschützt


Mit einer Fachtagung wurde am 19.05.2011 das zehnjährige Bestehen des Kompetenz- und Behandlungszentrum für hochkontagiöse Erkrankungen in Leipzig gewürdigt.

»Das Zusammenspiel der Klinik mit allen Beteiligten: dem Gesundheitsamt und der Branddirektion der Stadt Leipzig, dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, den benachbarten Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen, der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen, der Landesdirektion Leipzig, den sächsischen Kommunen, dem Flughafen usw. funktioniert hervorragend. Denn zum Behandlungszentrum gehört ein Kompetenzzentrum, das vom Gesundheitsamt der Stadt Leipzig geleitet wird und sämtliche Aufgaben des Infektionsschutzes, außerhalb der Behandlung betroffener Patienten, koordiniert. Auch das Kompetenzzentrum feiert heute sein 10-jähriges Bestehen. Dafür Respekt, Anerkennung und Dank«, sagte Staatsministerin Christine Clauß.

Seit der Übergabe des Behandlungszentrums im Klinikum St. Georg vor gut zehn Jahren können Patienten mit einer hochkontagiösen Erkrankung isoliert und optimal versorgt werden. Um Patienten zu isolieren, wurden für das Behandlungszentrum Einzelzimmer mit eingebauter Sanitärzelle und vorgelagerter Schleuse geschaffen. Technische Voraussetzungen verhindern, dass infektiöse Partikel nach außen gelangen können. Dazu gehören raumlufttechnische Anlagen insbesondere zur Filterung der Abluft, Einrichtungen zur gesonderten Behandlung aller verwendeten Materialien und Abfälle, einschließlich der thermischen Abwasserbehandlung. Der Zutritt von Personal und die Versorgung werden ausschließlich über ein Schleusensystem abgewickelt.

Seit 2004 bestehen mit Thüringen und Sachsen-Anhalt vertragliche Vereinbarungen zur Nutzung der Sonderisoliereinheit, die auch eine Teilung der Finanzierung möglich macht. Seit 2010 besteht zusätzlich eine Vereinbarung, die die Nutzung des Infektions-Rettungswagens regelt.

Quelle: Presseinformation des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz vom 19.05.2011