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01. März 2012

Professor Stefan Beissert übernimmt Dresdner Uni-Hautklinik


Neuer Chef-Dermatologe steht für enge Verbindung von modernen Therapien und aktueller Forschung

Mit Professor Dr. med. habil. Stefan Beissert wechselt ein weiterer Arzt und Wissenschaftler ans Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, der für eine enge Verknüpfung von Krankenversorgung und Forschung steht. Der bisher am Universitätsklinikum Münster tätige Hautarzt übernimmt zum 1. März 2012 die Leitung der Klinik und Poliklinik für Dermatologie. Prof. Beisserts Spezialgebiete sind vor allem die verschiedenen entzündlichen Erkrankungen der Haut sowie die Dermaonkologie. Im Mittelpunkt seiner Forschungen stehen die in Zellen ablaufenden Prozesse, die Ausgangspunkt von Entzündungen und Tumoren sind. Die dabei gewonnenen Kenntnisse bilden den Schlüssel für neue Therapien auf molekularer Ebene, die im Rahmen von Forschungsprojekten den Patienten des Dresdner Uniklinikums frühzeitig zugänglich gemacht werden können. Dies betrifft zum Beispiel Antikörper-Behandlungen der Schuppenflechte oder des Melanoms. Im Jahr der Neubesetzung der Direktorenstelle steht auch der Umzug der Klinik an, wodurch sich die Bedingungen der stationären Versorgung der Patienten deutlich verbessern werden.

„Mit dem Wechsel von Professor Beissert ist es uns im Rahmen des Generationswechsels gelungen, einen weiteren Top-Mediziner zu gewinnen, der trotz seines großen wissenschaftlichen Renommees einen intensiven Bezug zur Krankenversorgung hat“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums. Unter anderem leitete der neue Klinikdirektor eine Forschergruppe, der es 2010 weltweit zum ersten Mal gelang, einen molekularbiologischen Mechanismus für die Entstehung des systemischen Lupus erythematodes – eine schwere Autoimmunerkrankung – nachzuweisen. Ein Beleg für seinen hervorragenden Ruf sind zudem die zahlreichen Berufungen als wissenschaftlicher Gutachter nationaler und internationaler Forschungsinstitutionen. Hierzu gehören in Deutschland unter anderem die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Deutsche Krebshilfe e.V., sowie weitere Einrichtungen in Österreich, Großbritannien, Italien, der Schweiz und in den USA.

„Die Dresdner Hautklinik hat mich durch das hohe Niveau der Krankenversorgung überzeugt“, sagt Prof. Beissert, der sein Lob mit dem Dank an seinen Vorgänger Prof. Michael Meurer und an Prof. Gottfried Wozel – er leitete die Klinik gut zwei Jahre kommissarisch – verknüpft. Mit Dresden verbindet Prof Beissert viele positive Erinnerungen. So erhielt der heute 47-Jährige auf den hier ausgerichteten Dermatologiekongressen 2007 und 2011 hochrangige Auszeichnungen für seine wissenschaftlichen Arbeiten. Auch künftig wird die Klinik für die Patienten der Region da sein: „Die Hautklinik soll von der Bevölkerung nicht als sogenannte letzte Instanz wahrgenommen werden, sondern als ein Ansprechpartner, an den sie sich auch frühzeitig wenden können“. Dasselbe gilt für die niedergelassenen Dermatologen: Hier liegt dem neuen Klinikdirektor sehr an einer engen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

Nach dem Einzug der Klinik für Urologie in das neu eröffnete Diagnostisch-Internistisch-Neurologische Zentrum des Uniklinikums soll der stationäre Bereich der Klinik für Dermatologie noch in diesem Jahr in das freiwerdende Haus 8 einziehen. „Damit werden sich die Bedingungen für die Patienten, die Mitarbeiter der Pflege sowie des ärztlichen Dienstes deutlich verbessern. Die Klinikambulanzen konnten bereits vor einem Jahr mit Umzug in das Haus 105 an der Blasewitzer Straße moderne Räume beziehen.

Quelle: Medieninformation des Universitätsklinkum Carl Gustav Carus Dresden vom 29.02.2012