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26. März 2012

Psychotrauma-Expertin leitet deutsche Fachgesellschaft


Dr. Julia Schellong von der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik engagiert sich in der Forschung sowie der Weiterbildung von Therapeuten und initiiert Netzwerke.

Dr. Julia Schellong, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, wurde in dieser Woche zur Vorsitzenden der „Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie“ (DeGPT) gewählt. Die Wahl der Ärztin und Psychotherapeutin spiegelt die große Anerkennung der Fachwelt für ihre Leistungen und die ihres Teams in der Versorgung von Patienten mit Traumafolgestörungen sowie der Forschungsarbeit zu diesem Thema. Zudem ist Dr. Julia Schellong maßgeblich am Aufbau des „Traumanetzes Seelische Gesundheit“ beteiligt, das Betroffenen den Zugang zu Beratungs- und Therapieangeboten erleichtert.

Die DeGPT ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft mit über 1.400 Mitgliedern. Sie bietet Ärzten, Psychologen und anderen Berufsgruppen ein Forum für Themen zu biologischen, psychischen und sozialen Stressreaktionen auf traumatische Lebensereignisse sowie zu Fragen zur Behandlung psychischer Traumafolgestörungen. Schwerpunkt sind das Engagement für Forschung im Bereich Psychotraumatologie, die Koordination und Zertifizierung von Aus-, Fort- und Weiterbildungen in der Psychotraumatologie sowie die Entwicklung und Empfehlung spezifischer Diagnostik- und Behandlungsleitlinien.

Standards setzte die Gesellschaft unter anderem in der Entwicklung von Aus- und Weiterbildungscurricula von Psychotherapeuten und anderen Fachkräften. Die Qualität dieser Zertifizierung ist mittlerweile bundesweit anerkannt. An der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Universitätsklinikums werden diese Standards in der Beratung und Behandlung von Patienten mit Traumafolgestörungen von Anfang an umgesetzt. Hierzu entstand an der Klinik eine Traumaambulanz. Zudem etablierte die Klinik stationäre Behandlungsprogramme zur Krisenintervention und zur speziellen Traumatherapie.

Die von Dr. Julia Schellong mitgeründete Initiative „Traumanetz Seelische Gesundheit“ erleichtert den Betroffenen in Form einer Internetpräsenz (www.traumanetz-sachsen.de) den Zugang zu sächsischen Beratungs- und Behandlungsangeboten im Traumatherapiebereich. Des Weiteren untersuchen die Mitglieder des Netzwerks die Versorgungslage für Patienten mit diesen Störungsbildern in Sachsen und bieten über Fortbildungs- und Öffentlichkeitsveran­staltungen Fachkräften und Interessierten in Sachsen Austausch zu diesen Themen. Ein weiteres von der Psychotrauma-Expertin mit initiiertes Projekt heißt „Hinsehen-Erkennen-Handeln“ (www.hinsehen-erkennen-handeln.de). Hier steht der Umgang von Akteuren im Gesundheitswesen mit Themen wie Häusliche Gewalt oder Kindeswohlgefährdung im Fokus.

Quelle: Medieninformation des Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden vom 22.03.2012